Sickergruben kommen teurer
Abwasserzweckverband erhöht Gebühren

Das Pumpwerk in Störnstein ist in die Jahre gekommen. Das Dach ist undicht und die Technik überholt. Eine Generalsanierung soll Abhilfe schaffen. Bild: arw

Der Abwasserzweckverband Altenstadt-Neustadt-Störnstein lässt die Kanalgebühren unangetastet. Wer Sickergruben und Hauskläranlagen leerpumpt und diese Masse anliefert, muss künftig aber wesentlich mehr zahlen.

Neustadt/Altenstadt. Die Gebühren lagen bei 2,30 Euro. Nun klettern sie auf 2,72 Euro pro Kubikmeter. Sie richten sich nach dem höchsten Satz einer Mitgliedsgemeinde. Das ist derzeit Theisseil. Zudem beschloss die Versammlung um Vorsitzenden Rupert Troppmann die Anschaffung einiger neuer Geräte. Ein CO2-Gasmessgerät für den Faulturm kostet 2200 Euro. Für einen Probenehmer aus dem Jahr 1982 wird ein Ersatz für 9600 Euro fällig. Die Pumpe für den Rücklaufschlamm schlägt mit 3875 Euro zu Buche und eine Motorsense mit 1200 Euro.

Wie Troppmann erklärte, spülen die beiden Blockheizkraftwerke richtig Geld in die Kasse. Durch das Kraftwärmekopplungsgesetz (KwK) bekommt der Zweckverband für weiderverwendete Wärme eine Rückvergütung von fast 21 000 Euro.

Das Pumpwerk in Störnstein muss dringend saniert werden. Es stammt aus dem Jahr 1977. Das Flachdach ist undicht und die Technik gibt allmählich den Geist auf. Ersatzteile gibt es so gut wie keine mehr. Das Planungsbüro Wolfrum aus Wendelstein wird sich darum kümmern. Bis zur Generalsanierung läuft das Pumpwerk provisorisch weiter.

Empfohlen wird aber auch, ein Satteldach auf das Gebäude zu setzen. Wenn dies gemacht wird, wird im selben Atemzug die Druckleitung nach Neustadt überprüft. Die Mitglieder stimmten dafür.

Eine Teilsanierung erfährt auch das Pumpwerk in Altenstadt in der Nähe des alten Bahnhofs. Die Leitungen werden durch Edelstahl ersetzt. Nachdem die Mitglieder das Haushaltsjahr 2015 geprüft hatten, wurden die Bürgermeister Rupert Troppmann und Ernst Schicketanz entlastet. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 660 460,92 Euro. Im Vermögenshaushalt ist ein Fehlbetrag von 65 000 Euro verzeichnet. Der Stand des Vermögens und der Schulden zum Ende des Rechnungsjahres betragen im Guthaben fast 3,9 Millionen bei 2,5 Millionen Euro Schulden.
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