Weitere Bewerbungen möglich
Fünf Gemeinden konkurrieren um neue PTA-Schule

Stefanie Schloßer aus Vohenstrauß musste für ihre Ausbildung zur PTA noch recht weit fahren. Das soll eine neue Schule künftigen Berufsanfängern ersparen. Bild: tss

Vor knapp vier Wochen eröffnete Josef Weilhammer das Rennen um eine PTA-Fachschule. Der Chef der Weidener Europa-Berufsschule rief die 38 Bürgermeister der Landkreis-Gemeinden auf, sich zu melden, falls sie einen geeigneten Standort für die Ausbildung Pharmazeutisch-technischer Assistenten wissen.

Das haben bislang fünf getan: Eschenbach, Neustadt am Kulm, Altenstadt/WN und Grafenwöhr zeigen Interesse. Dieses Quintett macht die Sache wohl unter sich aus, sofern nicht weitere Kandidaten in den Ring steigen. "Ich hätte die PTA-Schule am liebsten in Weiden, aber ich habe den Eindruck, dass die Stadt dazu finanziell keinen Spielraum hat", gibt Weilhammer zu. Gegen das Umland habe er aber auch nichts. Es gelte jedoch, Vor- und Nachteile abzuwägen. In Neustadt/Kulm stehe etwa ein tolles Schulhaus leer, dafür sei die Verkehrsanbindung nicht so toll.

Landrat entscheidet


Weilhammer hat sich das bereits vor Ort angesehen. Demnächst stellt er seine Pläne im Eschenbacher Stadtrat vor. Bürgermeister Peter Lehr könnte sich angehende PTAs im Verbindungsbau zwischen Wirtschaftsschule und Gymnasium vorstellen. Die Altenstädter bringen ihre Mittelschule ins Gespräch.

Die Entscheidung liegt aber bei Landrat Andreas Meier. Mit ihm will sich Weilhammer Anfang März noch einmal treffen. Bis Ende März, Anfang April könnte der Standort feststehen. Zuvor muss aber auch noch die Regierung der Oberpfalz grünes Licht geben.

Interessant ist die Frage, wer Träger so einer kommunalen Schule wird. Eine Gemeinde allein kann dies nicht stemmen. Der Landrat hat signalisiert, dass der Kreis sich beteiligen würde. Wie Weilhammer kann sich Meier eine gemeinsame Trägerschaft mit Weiden und Tirschenreuth vorstellen. Sollte alles klappen, ist Unterricht ab dem Schuljahr 2017/18 denkbar.

Weilhammer ist optimistisch, dass Kommune und Landkreis nicht dauerhaft dafür zu Kasse gebeten würden. Der Kreis Cham habe es vorgemacht. Dort sei eine Technikerschule für erneuerbare Energien nach vier Jahren verstaatlicht worden.
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