Regensburger Zöllner entdecken Tier-Schmuggler
30 Bienenfresser in Plastikkisten

Bild: Bundeszollverwaltung
Vermischtes
Neutraubling
13.07.2016
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Zollbeamte der "Kontrolleinheit Verkehrswege" des Hauptzollamtes Regensburg kontrollierten am Montag, 11. Juli, einen aus Ungarn kommenden Pkw nahe Neutraubling. Der 37-jährige Fahrer gab an, keine anmeldepflichtigen Waren wie Zigaretten oder "verbotene Gegenstände wie Schlagringe" mit sich zu führen.

„Ich bin auf der Heimreise in die Niederlande, nachdem ich mich einige Tage in Ungarn beim Angeln erholt habe“, betonte der Fahrer nach Auskunft von Michael Lochner vom Hauptzollamt Regensburg. Schnell bemerkten die Zöllner, dass der Mann etwas anderes zu schmuggeln versuchte. Im Fußraum der Rücksitze fanden die Beamten mehrere Jungvögel in offenen Plastikkisten.

"Darauf angesprochen erklärte der 37-Jährige, dass es sich dabei um 30 Stück Vögel der Familie der Bienenfresser handelt." Diese habe er für einen Stückpreis von etwa 50 Euro auf einem Markt gekauft und wollte sie gewinnbringend weiterverkaufen. "Dabei können pro Stück Preise von bis zu 200 Euro erzielt werden", erklärte Lochner.

Da gegen den Mann der Verdacht des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetzes und der Bundesartenschutzverordnung besteht, verständigten die Zöllner das Veterinäramt und das Landratsamt Regensburg.

Hintergrundinformation:Der "Bienenfresser" (Merops apiaster) ist eine geschützte Vogelart. Er wird etwa 28 Zentimeter groß und ist einer der buntesten Vögel Europas. Ende der 1980er Jahre galt er in Deutschland als ausgestorben, Mitte der 1990er Jahre siedelte er sich jedoch im Bereich des Kaiserstuhls wieder an. Der "Bienenfresser" bevorzugt offene Landschaften mit Bäumen und Gebüschen.
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