Erstmals familienexterner Manager an der Spitze des Abfüllanlagen-Herstellers
Christoph Klenk neuer Krones-Chef

Christoph Klenk. Bild: Krones
Wirtschaft
Neutraubling
05.02.2016
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Die Beschäftigung familienfremder Manager wird oft mit Skepsis betrachtet. Kommt ein externer Chef in das Familienunternehmen, befürchten die Mitarbeiter einen Kulturbruch. In einem der größten Unternehmen Ostbayerns, dem Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones aus Neutraubling (Kreis Regensburg), hat nun mit Christoph Klenk (52) erstmals nach 65 Jahren ein nicht aus der Kronseder-Familie stammender Manager übernommen.

Zum Jahresanfang trat Klenk den Posten des Vorstandsvorsitzenden an. Vor ihm lenkte Volker Kronseder knapp 20 Jahre den weltweit tätigen Konzern. Kronseders Vater Hermann stand gar 45 Jahre an der Unternehmensspitze. Wie die beiden kommt auch Klenk aus der technischen Ecke. Der 52-Jährige absolvierte eine Ausbildung zum Werkzeugmacher und studierte Maschinenbau. Bei Krones begann er 1994 als Diplom-Ingenieur. Es folgten Positionen als Regionalleiter für den Bereich Asien/Pazifik und die Leitung des Marketings. Von 2003 bis 2011 war er für die Vorstandsressorts Forschung, Entwicklung und Konstruktion zuständig, ehe er 2012 das Finanzressort übernahm. Die Frage, ob künftig ein anderer Wind wehen wird, beantwortet Klenk so: "Es wird sich nur das ändern, was sich auch unter Volker Kronseder geändert hätte". Einen Bruch in der Krones-Kultur wird es mit ihm nicht geben. Sogar den morgendlichen Firmenrundgang seines Vorgängers übernahm der neue Chef.

Eine der Herausforderungen für den Abfüllanlagen-Weltmarktführer wird Klenk zufolge das Erfüllen der hohen Kundenansprüche, etwa von Coca-Cola, Pepsi, AB-Inbev oder SAB-Miller sein. Wirtschaftlich läuft es rund. Unterm Strich blieben in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 über 108 Millionen Euro übrig. Damit stieg der Gewinn um fast 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für Krones arbeiten über 13 000 Mitarbeiter, davon 6300 in Neutraubling. 2015 wurden 700 neue Stellen geschaffen.
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