Gaudi beim "Bayerischen Dreikampf"
Zwei Schläge und Stemmkraft

Auch diese jungen Dame gab ihr Letztes, um den Krug so lange wie möglich hoch zu halten, Doch irgendwann halfen alle Anfeuerungsrufe nichts mehr.
Freizeit
Niedermurach
30.05.2016
77
0

Das Musikerfest der Blaskapelle Pertolzhofen hat Tradition. Viele Gäste belohnten die Akteure für ihren Übungsfleiß und ließen die Vereinskasse klingeln. Beim "Bayerischen Dreikampf" überraschten die Damen und auch der Vorjahressieger hatte das Nageln, Trinken und Stemmen gut geübt.

-Pertolzhofen. Neben der christlichen Feier zu Fronleichnam ("Prangerdoch") stellte sich an diesem Tag auch wieder die Blaskapelle Pertolzhofen mit guter bayerischer Blasmusik in positivem Sinne "an den Pranger" (auf die Bühne) und zeigte bis in die Nacht hinein mit Musik und Gesang ihr Können. Auch mit dem Wetter hatten die Musiker Glück, denn am Nachmittag lachte die Sonne vom Himmel und freute sich über die zünftigen Klänge vom "Berzhofer Blech" und die herrliche Stimme vom "Schreiner Tom" (Thomas Bauer).

Vereinskasse aufgefüllt


Bauer übernahm auch die Begrüßung und hieß besonders die drei Bürgermeister, Martin Prey, Rita Salomon und Herbert Laubmann neben Pfarrer Herbert Rösl und einigen weiteren Ehrengästen willkommen. Natürlich waren ihm auch alle anderen Gäste recht, besonders wenn sie beim Essen und Trinken kräftig zulangten, damit es in der Vereinskasse kräftig klingelte. Dafür gab es schmissige Blasmusik. Der Franz saß wieder einmal auf der "Vogelwiese" herum, ließ sich den "böhmischen Wind" um die Nase wehen. Am frühen Abend ging es, wie bereits im Vorjahr wieder los mit dem "Bayerischen Dreikampf", einem lustigen Wettbewerb, bei dem einige bis an ihre Belastungsgrenze gingen.

Schwerer Masskrug


Die Mannsbilder mussten einen mit Nägeln prall gefüllten Masskrug (4,2 Kilogramm) und die Damen den Krug mit 1,4 Kilogramm so lange wie möglich stemmen. Danach galt es, einen Nagel mit einem Fäustel und möglichst wenig Schlägen im Holz zu versenken und anschließend eine halbe Bier (die Damen einen Schoppen) möglichst schnell auszutrinken. Die Wertungsformel lautete: Stemmzeit des Bierkruges in Sekunden, minus der Schläge beim Nageln, geteilt durch die Trinkzeit in Sekunden. Bei einer Stemmzeit von einer Minute und 46 Sekunden, zwei Schlägen auf den Nagel und 15,4 Sekunden Trinkzeit holte sich Maria Schießl aus Höfen bei Schwarzhofen den Siegerpreis (50 Euro) der weiblichen Teilnehmer. Bei den Männern gewann den Geldpreis wieder der Vorjahressieger Thomas Duschner, der den Krug zwei Minuten und zwei Sekunden stemmte, drei Nagelschläge brauchte und die Halbe in neun Sekunden in sich hinein kippte.

Nach der Siegerehrung schallte noch ein schmissiges Trompeten-Echo durch den Stodl, das auch gleich als "Zapfenstreich" für das Musikerfest gesehen werden konnte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.