"Da Bobbe" begeistert Publikum im Stodl in Pertolzhofen
Nur mit Tanzkurs zum Abitur

"Da Bobbe" alias Robert Ehlis trat mit seinem Programm "Facklfotz'n" im Vereinsstodl in Pertolzhofen auf. Seinem Publikum bot er bayerisches Kabarett vom Feinsten, lehrte die mathematische Formel für bayerische Gemütlichkeit und schilderte in seinen Liedern verschiedene Lebenserfahrungen. Bilder: frd (2)
Kultur
Niedermurach
23.10.2016
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Mit einem Kabarettabend der Spitzenklasse wurde am Freitag die Reihe "Kultur im Stodl" fortgesetzt. "Da Bobbe" alias Robert Ehlis, Träger des ostbayerischen Kabarettpreises 2015, startete einen Frontalangriff auf die Lachmuskeln des Publikums.

-Pertolzhofen. Mit seinem Programm "Facklfotz'n" trat Robert Ehlis im Feststodl in Pertolzhofen auf. Eingefädelt hatte das Gastspiel namens der Vereinsgemeinschaft Wunibald Zwack, der den mittlerweile sehr gut bekannten Kabarettisten, aber auch die zahlreichen Gäste, begrüßte. Wie "da Bobbe" gleich zu Beginn verriet, hatte er schon bevor er auf die Bühne kam, große Strapazen hinter sich, schließlich habe er die zahlreichen und herausragenden Sehenswürdigkeiten rund um Pertolzhofen in vollen Zügen angeschaut und genossen.

Als plötzlich die Feuerwehrsirene erschallte und das Blaulicht flackerte, schlüpfte der Künstler in die Rolle des lallenden Brandlhuber Muk, seines Zeichens Kommandant der Feuerwehr Fackelberg. Er verriet, dass er und seine Kameraden aus ihren Einsätzen, auch ohne dass es brennt, gar nicht mehr herauskommen. Allerdings seien diese Herausforderungen eher mit Feuerwehrball, Jubiläumsfesten, Weißbierfrühschoppen und Bierproben verknüpft - und daher doppelt stressig.

Vom "Biberl" zum "Ratz"


An der "Zuchharmonie" stellte Robert Ehlis auch sein musikalisches Talent unter Beweis. In seinen Liedern singt er unter anderem darüber, dass alle Fleischfachverkäuferinnen eine quietschend hohe Stimme haben und jedem Kunden stets ein "Einen Moment, i kumm glei" zurufen. Später demonstrierte er mit Weisheiten wie "a Biberl is a Küken" und "a Ratte is a Ratz" seine Mehrsprachigkeit. Doch seine Behauptung, dass eine Frau, die Jaqueline oder Chantal heißt, aus den neuen Bundesländern kommen muss, war wohl eher eine nicht nachweisbare Vermutung.

Sogar besonderen Mathematik-Unterricht erteilte der "Bobbe" seinen Zuschauern: Seine "mathematische Formel für bayerische Gemütlichkeit" für die er die Gleichung "neun Bier, zwei Bratwurschtsemmeln, drei Löffel Händlmaier-Senf und zwei Brezn" errechnete, schien logisch, schließlich ist "da Bobbe" auch im Besitz des bayerischen Abiturs, das er mit drei Jahren Grundschule und zwei Wochen Tanzkurs mit Bravour erworben hat.

Brand beim "Preiß'n"


Als Kommandant Brandlhuber Muk fand er es besonders skandalös, dass der letzte Feuerwehrball unterbrochen werden sollte, nur weil es beim einzigen "Preiß'n" im Dorf brannte. Dabei sei der selbst schuld: "Wäre er auch zum Ball gegangen, hätt's bei ihm gar nicht gebrannt", so die Überzeugung des Brandlhuber. Im weiteren Verlauf trat Robert Ehlis sowohl den Frauen als auch den Mannsbildern - getreu seinem Motto "ausgschamt boarisch" - bewusst ein wenig nahe, wobei er deren Protest sichtlich genoss. Zum Abschluss des Abends, der gut in die Reihe "Kultur im Stodl" passte, spendete das Publikum begeisterten Applaus.
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