Pressather Chorgemeinschaft begeistert beim Konzert in Niedermurach
Geheimnis der Geburt Christi

Die Sängerinnen und Sänger der Pressather Chorgemeinschaft gestalteten ein großartiges Weihnachtskonzert in der Kirche St. Martin. Bilder: weu (2)
Kultur
Niedermurach
29.12.2015
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Der Christbaum mit roten Kugeln und Strohsternen bot den idealen Rahmen für das Konzert der Pressather Chorgemeinschaft. Die Sänger brachten aber nicht nur traditionelle Weihnachtslieder zu Gehör.

"Mit Kirchenmusik lässt sich das Geheimnis um die Menschwerdung Gottes am besten ausdrücken", betonte Alfons Wittmann bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste in der Pfarrkirche St. Martin, bei der er namentlich Pfarrer Herbert Rösl und Bürgermeister Martin Prey hervorhob. Bei wunderschöner Musik Weihnachten nachklingen zu lassen, sei die Intention des von der KLB organisierten Konzerts.

Prozession zum Altar


Der Chor mit seinem Leiter Richard Waldmann setzte nicht nur wegen der großen Zahl an Mitwirkenden besondere Akzente. Zu Beginns stellten sich die 45 Sängerinnen und Sänger um die Kirchenbänke herum und brachten die traditionellen Weihnachtslieder "Stille Nacht" in Bearbeitung des Chorleiters Richard Waldmann sowie "Heilige Nacht" zu Gehör. Dann zogen sie singend in einer "Prozession" zum hell erleuchteten Altar. Damit hatten sie bereits den ersten Teil der "Ceremony of Carols" von Benjamin Britten dargeboten. Sie besteht aus acht englisch gesungenen Weihnachtsliedern sowie einem Zwischenspiel für Harfe.

Die Worte sind hauptsächlich unbekannten Liedern aus dem Mittelalter entnommen, es finden sich aber auch Vertonungen von Gedichten wieder. In "This Little Babe", dem sechsten Titel der Ceremony wurde Althergebrachtes in der Musik in etwas Aktuelles und packend Neues verwandelt. Durch das schnelle und nacheinander ablaufende Einsetzen der Stimmen wurde die natürliche Akustik noch verstärkt und eine dramatische Wirkung erzielt. Bei dem Lied "In Freezing Winter Night" wurde durch eine ständig sich wiederholende melodische Linie eine außergewöhnliche Atmosphäre erzeugt. Im Mittelpunkt der "Ceremony of Carols" stand das Interlude für Harfe. Dieses besondere Instrument, das Barbara Eckmüller hervorragend beherrscht, akzentuierte das Konzert durch meditative Klänge.

Zugabe und Glühwein


Zum Nachdenken regten Impulse an wie die Frage: "Was wäre, wenn das Christkind 2000 Jahre später gekommen wäre? Müsste es dann auch vor den Toren der Stadt bleiben?" Die Antwort lautete: "Naja, eitz gibt's ja in jedem Dorf a Asylantenheim." Mit bekannten Weihnachtsliedern, wie "Es ist ein Ros entsprungen", "Kommet ihr Hirten" und "Vom Himmel hoch" trug das Weihnachtskonzert zu einem harmonischen Ausklang bei.

Mit dem erst am Ende des großartigen Konzerts einsetzenden, langanhaltenden Applaus bedankte sich das Publikum stehend für die Leistung der Chorgemeinschaft. Diese erwiderte den Dank mit "Adeste fidelis" als Zugabe. Im Anschluss wurden auf dem Vorplatz der Kirche Glühwein und Lebkuchen angeboten.
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