Abstandsfrage nicht vom Tisch

Lokales
Niedermurach
06.08.2015
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Alle sichern sich Zonen für Windenenergie. Im Fall des Nachbarn Guteneck tat sich der Niedermuracher Gemeinderat leicht, in eigener Sache scheint das nicht so einfach.

Bei der Gemeinderatssitzung musste das Gremium über einen Antrag der Bürgerinitiative (BI) Rottendorf abstimmen, der auf die Einhaltung des 10-fachen Höhenabstandes von Windkraftanlagen zu Wohnbebauungen ausgerichtet war.

Bürgermeister Martin Prey las den Gemeinderäten den Antrag vor. Die BI hatte darin argumentiert, dass die Mehrheit der Bevölkerung der Windkraft in der Region ablehnend gegenübersteht. Dies sei anhand einer Unterschriftenaktion belegt. Nach längerer Diskussion einigten sich die Gemeinderäte auf die Zurückstellung des Antrags. Die Entscheidung darüber soll nun in Zusammenhang mit der Abwägung zur dritten Änderung des Flächennutzungsplans über die Konzentrationszonen erfolgen.

Mit Wasserschutzgebiet

Ebenfalls um einen Flächennutzungsplan ging es in einem weiteren Punkt. Der Gemeinderat sollte Stellung nehmen zur vierten Änderung der Gemeinde Guteneck, die ebenfalls Konzentrationszonen für Windenergieanlagen vorsieht. Einstimmig nahmen die Räte diese Pläne zur Kenntnis und stellten die Forderung, den aktuellen Planungsstand für das Wasserschutzgebiet der Wasserversorgung Rottendorf in den Flächennutzungsplan einzuarbeiten. Weil bei den Konzentrationszonen für Windenergie gleich fünf Gemeinderäte selbst betroffen waren, wurden sie für die Dauer der Abstimmung von Bürgermeister Martin Prey in den Zuschauer-Bereich geschickt.

Ein weiteres Thema war die Abwasseranlage Voggendorf-Reichertsmühle. Sie ist inzwischen in Betrieb, bis zum 31. Oktober kann die Maßnahme angeschlossen werden. Hierzu hatte Kämmerer Sebastian Höcherl die Kalkulationen für die Grund- und Einleitungsgebühren erstellt, die von den Räten einstimmig gebilligt wurden. Ebenso geschlossen wurde die Satzung zur Änderung der Beiträge und Gebühren angenommen sowie die Satzung der Gemeinde Niedermurach für die betroffenen Ortsteile aufgehoben. Bei einer Gegenstimme wurde beschlossen, dem neu zu gründenden "Zweckverband thermische Klärschlammverwertung Schwandorf" beizutreten und die Satzung anzunehmen.

Neuer Traktor

Bürgermeister Martin Prey gab bekannt, dass der Auftrag für die Pflaster-Rinne in Voggendorf, die im Zuge der Wasserversorgung errichtet wird, an die Firma Michael Baumer, Oberviechtach, gegangen ist (Kosten: 18 000 Euro). Der neue Traktor werde von der Firma Igl aus Pfreimd geliefert, die auch die vorhandene Ausrüstung in Zahlung nimmt. Der Auftrag für die EDV-Ausstattung der Grundschule mit 21 Rechnern wurde an die Firma FEE in Neunburg vergeben.

Abschließend bat Bürgermeister Prey, das Ferienprogramm mit vielen interessanten Terminen zu beachten.
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