Allianz mit neuen Strukturen

Lokales
Niedermurach
21.11.2014
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Nach der Konzeptphase geht es bei der "Leerstandsoffensive" im "Brückenland Bayern-Böhmen" nun in die konkrete Projektumsetzung. Die planerischen Weichen sind gestellt und auch die Fördergelder stehen bereit.

Neben dem Rückblick auf fast fünf Jahre erfolgreiche Arbeit in den zwölf Kommunen der "Leerstandsoffensive" (LSO) stand besonders die Fortführung der LSO im Fokus, als sich Stadt-, Markt- und Gemeinderäte der zwölf beteiligten Kommunen in der Mehrzweckhalle in Niedermurach zur großen Regionalkonferenz trafen.

Bürgermeister Georg Köppl von der federführenden Gemeinde Altendorf blendete auf eine umfangreiche Bestandsaufnahme und auf die Entwicklung zahlreicher Konzepte zurück. "Wir haben zahlreiche Projekte bis zur Umsetzungsreife gebracht und einige auch schon umgesetzt. Leerstände sind ganz verschwunden oder haben eine neue Nutzung gefunden", so der Sprecher. Dass die "Leerstandsoffensive" derzeit im Umbruch ist, zeigte LAG-Vorsitzender Bürgermeister Alois Böhm auf. Die LSO-Kommunen sind zwar auch in der neuen landkreisweiten Lokalen Aktionsgruppe (LAG) vertreten, wollen ihre gut funktionierende Allianz als interkommunale Kooperation zur Regionalentwicklung aber fortsetzen.

Neue Strukturen

Unter einem neuen Dach wird sich die LSO noch breiter aufstellen und sich über den Leerstand hinaus weiterer ländlicher Probleme und Entwicklungschancen annehmen.

Eine Säule soll weiterhin die "normale" Städtebauförderung bleiben mit der ortskernbezogenen Ausrichtung. Mehr der Strukturverbesserung dient das Städtebauförderprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden". In diese Schiene gehört auch das Förderprogramm "Europäischer Fond für Regionale Entwicklung" (EFRE), für das gegenwärtig die Bewerbungsphase läuft.

Über die Schiene "Amt für Ländliche Entwicklung" ist der Förderantrag zur Errichtung einer "Integrierten Ländlichen Entwicklung" (ILE) angesiedelt. Diese zielt mehr auf ländlich ausgerichtete Projekte ab. Dazu wird ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISLEK) erstellt. Als drittes ist noch eine schwerpunktbezogene Förderung aus weiteren Fördertöpfen angepeilt. "Wir haben den Leerstand im Bewusstsein verankert und Diskussionen angestoßen", blendet Eslarns Bürgermeister Reiner Gäbl zurück. Nach der Konzeptphase befinde man nun auf dem besten Weg zur Umsetzungsphase.

Allianz bleibt bestehen

Als erfreulich wertete es Gäbl, dass die LSO trotz Auflösung der LAG im bewährten Rahmen weiter zusammenarbeitet. Zur Umsetzung am weitesten fortgeschritten sind der ehemalige Pfarrhof in Niedermurach in kombinierter Nutzung für kirchliche und weltliche Zwecke, das Thammer-Anwesen in Winklarn (Gewerbe, Senioren und Wohnungen) sowie der Pfarrstadl in Teunz. (Seite 33)
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