"Alte Garde" muss nochmal ran

Lokales
Niedermurach
06.02.2015
0
0

Ein wenig Krisenstimmung herrschte bei der Jahreshauptversammlung der Soldatenkameradschaft Pertolzhofen: Die "alte Garde" möchte ihre Ämter abgeben, doch es zeichnet sich keine Nachwuchsmannschaft ab, die die Führung übernimmt. Deshalb wurde nur für ein Jahr gewählt.

Dass es immer schwerer wird, für die Traditionsvereine junge Menschen in die Führungsebene einzugliedern, wurde bei der Neuwahl der Soldatenkameradschaft (SK) Pertolzhofen deutlich.

So musste die "alte Garde" noch einmal ran, die aber in einem Jahr endgültig abtreten will und nicht so recht weiß, wie es dann weitergehen soll. Bei der Begrüßung freute sich Vorsitzender Georg Fink, dass doch noch so viele Kameraden ins Vereinslokal Winderl gekommen waren, um damit der Kameradschaft ihre Wertschätzung auszudrücken. Nach dem Gedenken insbesondere an Karl Pamler und Josef Kühner, listete Vorsitzender Georg Fink noch einmal die Höhepunkte des abgelaufenen Vereinsjahres auf, wozu die Ehrung einiger Kameraden für ihre langjährige Mitgliedschaft und ihre Verdienste gehörten. Vorstandsmitglieder hatten auch an der Kreisversammlung der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) teilgenommen; auch bei einigen Festen innerhalb und außerhalb der Gemeinde waren Abordnungen dabei.

Nachdem die Kanoniere Gleißner und Löhnert die Kanone gründlich gereinigt und ihr einen neuen Anstrich verpasst hatten, konnte sie am großen Böllerschützentreffen in Niedermurach in Aktion treten. Auch die Gestaltung der Feierlichkeiten zum Volkstrauertag war selbstverständlich. Bürgermeister Martin Prey stellte in seinem Grußwort den hohen Stellenwert der Soldaten- und Kriegerkameradschaften als Mahner für den Frieden heraus und nahm auch die Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder vor. Kreisvorsitzender Josef Hauer appellierte an die Mitglieder, sich als Vorstandsmitglieder zur Verfügung zu stellen, da sonst der Kameradschaft die Auflösung drohe.

Auch bei Veranstaltungen sollten die Mitglieder durch das Tragen der Uniform zu ihrem Verein stehen und der nachfolgenden Generation damit ein Beispiel geben, forderte Hauer. Er verwies auch auf die Rolle des Ehrenamts: Nur durch Menschen, die sich engagierten, könne ein Land in dieser Form erhalten werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.