Am Herz fast gescheitert

Die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Niedermurach, Rita Reiter (vorne), zeigte den Senioren, wie sie mit Gymnastik den Tag "begrüßen" können. Bürgermeister Martin Prey (links vorne) machte munter mit. Bild: frd
Lokales
Niedermurach
10.11.2015
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"Mit der Seniorenbeauftragten Rita Reiter haben wir einen Glücksgriff getan", waren sich Bürgermeister Martin Prey und Pfarrer Herbert Rösl einig. Mit Gymnastik und kniffligen Aufgaben beschäftigte Rita Reiter die Senioren. Doch am "roten Herz" wären beinahe auch Pfarrer und Bürgermeister gescheitert.

Jeweils am zweiten Donnerstag im Monat treffen sich die Senioren aus Pertolzhofen, um gemeinsam zu singen, sich zu unterhalten oder auch, um sich Vorträge anzuhören. Das bringt Abwechslung und wird von vielen gerne angenommen.

Start mit Gymnastik

Einmal im Jahr aber lädt der Pfarrgemeinderat die älteren Mitbürger zu einem Seniorennachmittag zunächst in die Kirche und im Anschluss daran ins Gasthaus Winderl ein. In der Pfarrkirche regte Pastoralreferent Andreas Hartung die Senioren mit Texten zum Nachdenken über Tod, Sterben und Auferstehung an, worauf der Christ in jedem Alter vorbereitet sein sollte.

Nach dem Wechsel ins Gasthaus Winderl zeigte die Seniorenbeauftragte Rita Reiter den Senioren, wie schön schon am frühen Morgen der neue Tag mit einer Frühgymnastik begrüßt werden kann. Dann durften sich die Senioren eigene Gedanken über die Definition der Buchstaben des Wortes "Lebensqualität" machen und ein Puzzle mit einem Spruch von Franz Kafka zusammensetzen, der lautete: "Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden".

Große Schwierigkeiten bereitete selbst Pfarrer Herbert Rösl und Bürgermeister Martin Prey das Zusammensetzen eines "roten Herz", da die nummerierten Papierteile partout nicht in eine Herzform gebracht werden konnten. Erst als die Puzzleteile mit der Zahl nach unten zusammengelegt wurden, klappte es.

Für Einsatz gedankt

Pfarrer Rösl und Bürgermeister Prey dankten der Seniorenbeauftragten Rita Reiter dafür, dass sie in Regensburg, zusammen mit anderen 14 Teilnehmern aus der Diözese einem Gruppenleiter-Kurs "Lebensqualität im Alter " absolviert hat und damit den Senioren abwechslungsreiche Nachmittage bieten kann. Rita Reiter sei dank ihres besonderen Engagements für die Senioren ein wahrer "Glücksfall". Insbesondere auch deswegen, weil sie mit ihrer Arbeit das "Kirchturmdenken" aufhebe und bei Bedarf in Niedermurach, Pertolzhofen oder Teunz gleichermaßen zu Arbeiten bereit sei.

Am Ende dieses Nachmittags gab Rita Reiter den Senioren den Satz "Das Alter ist eine Woge, wenn man sich von ihr tragen lässt, bleibt man oben, wer jedoch dagegen arbeitet, geht unter" mit auf den Weg.
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