Bis Juni rechnet Gemeinde ab

Lokales
Niedermurach
01.02.2015
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Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt in Niedermurach bei 340 Euro. "Wenn wir finanziell so weitermachen könnten, wären wir zufrieden", sagte Bürgermeister Martin Prey bei der Bürgerversammlung. Dort gab es auch Infos von Klaus Zeiser zur Umstellung beim Trinkwasserbezug.

Bürgermeister Martin Prey freute sich am Donnerstag über das große Interesse an der Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle. Als Referenten und fachkundigen Vertreter hieß er den Vorsitzenden des Zweckverbandes Wasserversorgung Nord-Ost-Gruppe Neunburg, Klaus Zeiser mit Geschäftsführer Georg Keil, sowie Architekten Albert Krämer und den Leiter der Verwaltungsgemeinschaft, Anton Brand, willkommen.

Günstige Gebühr

Da Niedermurach und die Ortsteile Nottersdorf, Höflarn, Schlotthof, Holmbrunn, Enzelsberg, Voggendorf und Reichertsmühle Mitte des Jahres an die Wasserversorgung der Nord-Ost-Gruppe angeschlossen werden (Pertolzhofen bezieht sein Wasser weiterhin über die Gemeinde), stellte Klaus Zeiser den Zweckverband vor. Dieser wurde bereits 1966 mit sieben Gemeinden gegründet. 1991/1992 erfolgte eine Strukturreform der Nord-Ost-Gruppe, die Wasserversorgung Neunburg wurde übernommen.

Mittlerweile versorgt der Zweckverband 14 000 Menschen aus fünf Brunnen mit einer Jahresförderleistung von 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser. Den Vorsitz hat seit 1991 Klaus Zeiser inne, er ist einer von 24 Verbandsräten, denen auch Bürgermeister Prey angehört. Die Speicherung des Wassers mit einem Gesamtvolumen von 7800 Kubikmetern erfolgt in neun Hochbehältern. Das Leitungsnetz für das Versorgungsgebiet von 300 Quadratkilometern beträgt 383 Kilometer. Mit einem Euro für 1000 Liter Wasser ist die Verbrauchsgebühr sehr günstig. Ende Februar werden die vorhandenen Wasserzähler ausgebaut und durch per Funk ablesbare Zähler ersetzt. Damit können auch Leckagen schnell erkannt werden. Bis 30. Juni rechnet die Gemeinde ab, dann geht die Wasserversorgung auf den Zweckverband über.

Anschließend erläuterte Bürgermeister Prey die Finanzübersicht der Gemeinde. Drei Millionen Euro beträgt der Gesamthaushalt, davon sind 1,75 Millionen für den Verwaltungshaushalt eingeplant. Kindergarten, Schule und Feuerwehr erhalten davon die größeren Summen, denn sie seien für das Leben der 1248 Einwohner sehr wichtig. "Wenn wir finanziell so weitermachen könnten, wären wir zufrieden", lautete das Resümee des Bürgermeisters angesichts einer Pro-Kopf-Verschuldung von 340 Euro.

Familien willkommen

In seinen Informationen ging der Bürgermeister auf die Baustelle in Voggendorf ein. Der Straßen- und Wegebau sei eine der Hauptaufgaben, allen voran die Dietersdorfer Straße. Pfarrhof, Hochbehälter Pertolzhofen und Winterdienst waren weitere Punkte, die er ansprach. Der Breitbandausbau für die restlichen Ortsteile befinde sich im Ausschreibungsverfahren. 2015 sollten alle zufriedenstellend versorgt sein, so das Ziel. Prey warb er um die Ansiedelung junger Familien: "Wir haben freie Bauparzellen, Kinderkrippe, Kindergarten und Schule."

Zum Antrag der Bürgerinitiative Rottendorf zum "Windpark Pischdorf/Rottendorf" mit 16 Unterschriften, trug Sprecher Martin Abel eine Reihe von Fragen vor (siehe Artikel unten). Abschließend dankte Martin Prey der Verwaltungsgemeinschaft sowie allen Vereinen für den Zusammenhalt und die Unterstützung.
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