Dienst für Gott und Menschen

Den Gottesdienst zelebrierten Pfarrer Siegfried Wölfl (von links), Pfarrer Wolfgang Draßl, Jubilar Pfarrer Anton Kiener, Diakon Heinrich Merthan, Pfarrer Herbert Rösl, Pater Dr. Raphael Neelamkavil und Pfarrer Josef Grillmeier.
Lokales
Niedermurach
08.07.2015
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Pfarrer Anton Kiener wurde vor 60 Jahren zum Priester geweiht. Dies war jedoch nur einer der Anlässe für das Pfarrfest in Niedermurach.

Am Sonntag jährte sich der Jahrestag der Primiz von Pfarrer Anton Kiener zum 60. Mal. Demnach freute sich der langjährige Geistliche umso mehr, dass der Dankgottesdienst zu seinem Priesterjubiläum in seiner Heimatpfarrei Niedermurach gefeiert werden konnte. Pfarrer Herbert Rösl feierte zusammen mit sechs weiteren Mitzelebranten den festlichen Gottesdienst, zu dem Verwandte und viele Pfarrangehörige gekommen waren. Der Chor "Venite" umrahmte die Messfeier musikalisch.

In Schlotthof geboren

"Mir wird ganz persönlich bewusst, dass du schon länger Priester bist, als ich alt bin", stellte Pfarrer Herbert Rösl zu Beginn seiner Predigt fest und dankte dem Jubilar Anton Kiener, dass er sich der Aufgabe als Priester, Kaplan und Pfarrer gestellt hat. Rösl griff in seinen Worten nicht nur die Lesung und das Evangelium des Tages auf, sondern predigte unmittelbar aus seiner Situation.

Er stellte einige wichtige Lebensstationen von Anton Kiener heraus, gratulierte zum 60-jährigen Jubiläum und dankte für seinen Dienst für Gott und die Menschen. Pfarrer Anton Kiener wurde am 7. April 1928 in Schlotthof in der Pfarrei Niedermurach geboren.

Ab 1939 besuchte er das Alte Gymnasium in Regensburg. Erst 1949 konnte er das Abitur ablegen, da er in den Krieg eingezogen wurde. Nach seinem Studium der Philosophie und Theologie an der Universität Regensburg wurde er schließlich 1955 von Erzbischof Buchberger zum Priester geweiht. Nach mehreren Diensten in verschiedenen Pfarreien übernahm er im September 1964 die Pfarrei Falkenstein als Pfarrer und blieb dort bis 1990. In diesen Jahren seines priesterlichen Dienstes baute er einen neuen Pfarrhof, ließ die Kirche innen renovieren und erweiterte unter anderem den Kindergarten.

Seit 1990 ist Pfarrer Anton Kiener Kommurant in Windischeschenbach und unterstützt als Aushilfe die umliegenden Pfarreien. Maria Kahl, die seit 1968 seinen Haushalt führt, begleitete den Geistlichen auch nach Niedermurach. "Ich möchte danken, dass ich diesen Tag erleben durfte. Ich danke Gott, dass er mir dazu die Gnade geschenkt hat", betonte der Jubilar Anton Kiener.

Friedensbaum gepflanzt

Beim anschließendem Pfarrfest konnte die ganze Pfarrgemeinde mit dem Geistlichen, den geladenen Gästen und Mitbrüdern, das Jubiläum ausklingen lassen. Dazu wurde ein Mittagessen angeboten. Die Hüpfburg, der Losestand der Ministranten und weitere Spiele der Landjugend wurden von den Kindern gut angenommen. Am Nachmittag hielt sich aufgrund der Hitze lediglich der "harte Kern", der sich bei einem Eiskaffee und leckeren Torten und Kuchen gut abkühlen konnte.

Außerdem lud nachmittags die Landvolkbewegung Niedermurach, zusammen mit einigen Vertretern des Kreisverbandes Schwandorf und den Priestern Michael Hoch und Herbert Rösl zum Friedensgebet ein. Intension sei es, für den Frieden zu beten und ein Zeichen zu setzen, gerade in einer Zeit, in der so viele Krisenherde vorhanden seien. "Wir beten gemeinsam, damit Frieden wachse", so Kreis-Landvolkpfarrer Michael Hoch. Als äußeres Zeichen wurde nach der berührenden Andacht ein Mandelbäumchen als Friedensbaum im Pfarrgarten gepflanzt.
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