Eine saubere Angelegenheit

Die Teilnehmer an der Klärwärtertagung in Pertolzhofen erfuhren viel Neues. Bild: bsl
Lokales
Niedermurach
18.03.2015
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Bei der ersten Klärwärtertagung in diesem Jahr wurden die Klärwärter der Region Schwandorf Nord in verschiedenen Punkten geschult. Doch irgendetwas stank gewaltig.

Zur Begrüßung zitierte die zweite Bürgermeisterin Rita Salomon einen Satz, der in der Zeitung zu lesen war, als die Kläranlage in Pertolzhofen vor über 20 Jahren errichtet wurde. Damals war zu lesen, dass durch die oberirdische Bauweise der Anlage nun "Arbeit unter menschenwürdigen Bedingungen" möglich sei. Bei der Klärwärtertagung am Dienstag in Pertolzhofen war von schlechten oder gar "unmenschlichen" Bedingungen in der Tat nichts zu sehen.

Die Sonne lachte vom Himmel und bei Temperaturen im zweistelligen Bereich war es schon morgens um 9 Uhr angenehm warm. Dazu passte auch das Lachen der sichtlich gut gelaunten zweiten Bürgermeisterin Rita Salomon, die die rund 25 Klärwärter aus der Region zum ersten Nachbarschaftstreffen in diesem Jahr an der Kläranlage Pertolzhofen begrüßte. Dieses Lächeln verschwand kurz aus ihrem Gesicht, als sie an den verstorbenen Obmann des Bezirks Schwandorf Nord, Sigmund Bayerl, erinnerte.

Nach einem kurzen Gedenken freute sich Salomon, Martin Pfistermeister als seinen Nachfolger begrüßen zu dürfen. Der Klärwärter aus Schönsee ist nun als neuer Obmann im Bezirk Schwandorf Nord Ansprechpartner für die einzelnen Klärwärter aus der Region und hält auch den Kontakt zum Wasserwirtschaftsamt. Als kleines Dankeschön für die Begrüßung überreichte Pfistermeister der Bürgermeisterin eine Flasche mit originalem Kläranlagenwasser.

Im Anschluss führte Gastgeber Gerhard Kiener die Teilnehmer der Tagung über das Gelände "seiner" Anlage - mit dem Hinweis, dass der in der Luft liegende Gestank nicht von der Kläranlage, sondern von der Gülle auf den umliegenden Feldern kam. Die Fachleute folgten der Führung sehr interessiert, so dass sofort zahlreiche Fachgespräche über Wasserqualität, Klärschlamm oder Messmethoden begannen.

Nach dem Rundgang durch die Kläranlage setzen sich die Gespräche im Feuerwehrhaus Pertolzhofen fort. Unter der Leitung von Erika Gröber von der Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) tauschten sich die Teilnehmer zu verschiedenen Themen wie Messtechniken, interner Qualitätssicherung, Durchflussmessung oder aktuellen Änderungen in der Rechtslage aus.

So stellen die Klärwärter sicher, dass das Wasser im Bezirk Schwandorf Nord auch in Zukunft eine saubere Angelegenheit ist.
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