Elternabend: "Was Kinder stark macht" - Ordnung halten und Grenzen setzen
Meckern ist wie Unkraut düngen

Lokales
Niedermurach
13.12.2014
21
0
Der Elternbeirat der Grundschule hatte in Kooperation mit dem Elternbeirat des Kindergartens die Referentinnen Eva Maria Zimmerer und Marion Scheid zum Vortragsabend mit dem Thema "Was Kinder stark macht, was sie schwächt" eingeladen.

Rektorin Ortrud Sperl begrüßte dazu zahlreiche Eltern, sowie die Referentinnen, die bereits im Frühjahr einen Kurs für die Schüler der Klasse 3/4 zum Thema "Gewaltfrei sprechen" gehalten hatten. Zu Beginn mussten die Eltern gleich aktiv mitarbeiten und sich überlegen, welches Verhalten sie an den Tag legen, wodurch sie sich besonders gestärkt oder geschwächt gefühlt hatten. Danach wurden verschiedene Lebenssituationen daraufhin bewertet, ob sie negativ oder positiv auf Kinder wirken. Der Zeitraum bezog sich auf die Entwicklung des Kindes vom Kleinkind bis hin zur Pubertät. Dabei bewegt sich das Kind in immer größer werdenden Kreisen und wird selbstbestimmter.

Jedes Lebensalter hat eines gemeinsam: Kinder wollen Klarheit und brauchen Grenzen, denn diese geben Sicherheit. Wenn Klarheit und Ordnung fehlen, entstehen Stress, Unkonzentriertheit und das Lernen, sich im Leben zu beweisen, fällt schwer. Neben den Grenzen sind tägliche Rituale sehr wichtig. Wenn ein Elternteil das Kind zu Bett bringt und es mit Liebe zudeckt, fühlt sich das Kind geborgen. Werte vermitteln ist ein weiterer wichtiger Baustein im Leben eines Kindes, was allerdings voraussetzt, dass es auch vorgelebt wird.

"Wo hat mein Kind Kompetenzen, wo ist es besonders gut?" Die Eltern sollen dem Kind häufig Gelegenheit geben, erfolgreich zu sein, wobei als kleine Übung hilfreich sein kann, beide Handkanten aneinander zu klopfen und sich selbst zu ermutigen. "Das will ich, das mach ich, das kann ich, das schaff ich." Diese Übung ist für die Eltern ebenso stärkend wie für den Nachwuchs.

Außerdem wurde behandelt, wie Eltern aus Fehlern lernen können. Dabei wurde herausgestellt, dass ermutigen besser ist, als kritisieren. Die Referentinnen brachten vor allem eines zum Ausdruck: "Kinder deren Gefühle und Bedürfnisse liebevoll anerkannt werden, wachsen zu emotional gesunden Menschen heran". Dies verdeutlichten sie mit einem anschaulichen Satz: "Meckern und Nörgeln ist wie Unkraut düngen." Die Elternbeiratsvorsitzende Doris Prey bedankte sich bei den Referentinnen mit einer kleinen Aufmerksamkeit für den interessanten und kurzweiligen Vortrag.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.