Friedensarbeit geht alle an

Bereits 18 Jahre lang führt Werner Schäffer (Zweiter von links) die KSK Niedermurach. Mit der Neuwahl macht er nun die zwei Jahrzehnte voll, doch auch die "Nachwuchsperspektiven" stehen nicht schlecht. Dazu gratulierten der stellvertretende BKV- Kreisvorsitzende Erwin Biersl (links) und Bürgermeister Martin Prey. Bild: frd
Lokales
Niedermurach
16.04.2015
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"Wir alle, nicht nur die Traditionsvereine müssen Mahner für den Frieden sein." Damit waren sich Werner Schäffer, Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft Niedermurach und Bürgermeister Martin Prey einig. Denn Konflikte sollten ohne Waffen gelöst werden.

Mit Ehren- und Gründungsmitglied Josef Fröhler trug der Verein den letzten Kriegsteilnehmer, sowie mit Alexander Herdegen einen weiteren verdienten Kameraden zu Grabe. Das stellte KSK-Vorsitzender Werner Schäffer bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Pröls eingangs fest.

Sieben neue Mitglieder

Sehr positiv hingegen war, dass im Jahr 2014 drei und heuer schon vier Mitglieder in den Verein aufgenommen werden konnten. Prominentestes Neumitglied ist mit Oberst Hans Neubauer ein Niedermuracher, der mit dieser Mitgliedschaft seine Verbundenheit zu seiner Heimatgemeinde ausdrückt. Mit nun 45 Mitgliedern ist die KSK zwar ein kleiner, aber dennoch aktiver Verein, der sich in das gesellschaftliche Leben der Gemeinde Niedermurach einbringt und das Gedenken an die gefallenen und vermissten Soldaten der Weltkriege und der Bundeswehr hochhält. Das stellte Schäffer als die wichtigste Aufgabe des Vereins heraus.

Mit einem Frühschoppen, jeweils am letzten Sonntagvormittag im Monat, soll die Kameradschaft im Verein gefestigt, mit den Teilnahmen an den Festen in und außerhalb der Gemeinde, die Heimatverbundenheit ausgedrückt werden. Ein besonderer Tag im Jahr sei für die KSK immer noch der Volkstrauertag, denn der Vereinsführung ist es ein besonderes Anliegen, dass das Gedenken nicht in Vergessenheit gerät und die Mitbürger mahnt, Konflikte im Kleinen und im Großen nie mit Gewalt auszutragen. Miteinander zu reden und sich dann wieder die Hand zu reichen, sei immer noch der bessere Weg, bekräftigte Fröhler.

Nur Verlierer

Vorstandsmitglieder haben an der Landesversammlung der "Bayerischen Soldaten- und Kameradenvereinigung" (BKV) und an der Landeswallfahrt, wie auch an der BKV-Bezirksversammlung und der in Niedermurach stattgefundenen Kreisversammlung teilgenommen. Obwohl nun schon 18 Jahre im Amt als Vorsitzender, übernahm Werner Schäffer noch einmal die Führung, möchte aber dem Verein in absehbarer Zeit eine "Verjüngungskur" an der Spitze verordnen. Mit den Neuaufnahmen seien dafür gute Voraussetzungen geschaffen worden. Bürgermeister Martin Prey und der stellvertretende Kreisvorsitzende Erwin Biersl stellen in ihren Grußworten den hohen Stellenwert der Traditionsvereine heraus. Doch sei es Aufgabe aller Bürger, sich als Mahner für den Frieden zu sehen und alles dafür zu tun, dass nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgeht. "Bei Kriegen gibt es nie Gewinner, sondern nur Verlierer", so ihr Resümee.

Erwin Biersl dankte für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) sowie für die Teilnahme an Veranstaltungen im Kreisverband. Dieser sei mit zwölf Kameradschaften und knapp 1100 Mitgliedern, trotz einigen Nachwuchssorgen, immer noch gut aufgestellt.
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