Gottesmutter Star des Abends

Die Jubilare der Herz-Mariä-Bruderschaft Niedermurach stellten sich mit Pfarrer Herbert Rösl zum Erinnerungsbild. In der Mitte Frater Josef Praß, Angehöriger des Styler Missionsordens (70 Jahre Mitglied der Bruderschaft). Bilder: boj (2)
Lokales
Niedermurach
13.08.2015
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Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Festakt für die Jubilare feierte die Pfarrgemeinde Niedermurach das 150-jährige Bestehen der Herz-Mariä-Bruderschaft. Die Gottesmutter Maria spielte natürlich an diesem Abend die zentrale Rolle.

Pfarrer Herbert Rösl stellte das im Jahr 1890 von der Bruderschaft gestiftete farbige Kirchenfenster mit einem lebensgroßen Bildnis Mariens in den Mittelpunkt seiner Predigt. Er erklärte die Bedeutung der symbolischen Darstellungen sowie der farbigen Elemente und lenkte damit tiefer gehende Blicke auf das Kunstwerk. So symbolisiere das mit Blumen umrankte Herz Mariens, in dem auch ein Dolch steckt, die Lebensfreude und den Erdenschmerz.

"Maria ist ein leuchtendes Vorbild des Glaubens und Vertrauens auf Gott", betonte der Seelsorger und forderte die Pfarrgemeinde auf, durch das Gebet zu Maria viele kleine Lichter der Hoffnung und der Liebe in die Welt zu setzen, um die Menschen mehr zum Glauben zu ermutigen. Die Messfeier gestalteten in ansprechender Weise die "Vöichtacher Sängerinnen" und die Gruppe "Eisenbarth-Xang".

Zur Wieskapelle

So wie in früherer Zeit schloss sich dem Gottesdienst eine kurze Prozession zur Wieskapelle und um den Friedhof an. Zur weltlichen Feier mit Ehrungen im Gasthaus Zeitler waren anschließend die Jubilare eingeladen. In seinem Grußwort gratulierte Bürgermeister Martin Prey den Geladenen zu ihrer langjährigen Mitgliedschaft und betrachtete das Jubiläum als gute Gelegenheit, den einstigen Stellenwert der Herz-Mariä-Bruderschaft wieder in Erinnerung zu rufen. Pfarrer Herbert Rösl ermunterte die Gäste, die Werte der Bruderschaft wieder mehr in die Gesellschaft zu tragen.

Urkunden und Kerzen

Er bedauerte, dass vielen die Fähigkeit verlorengegangen sei, Gott etwas zuzutrauen, sich von ihm ansprechen und tragen zu lassen. Er appellierte an die Anwesenden, auf die Fürsprache Mariens zu bauen und der Unmenschlichkeit in der Welt entgegen zu wirken. Zusammen mit Kirchenpfleger Jakob Kiener überreichte der Seelsorger die Jubiläumsurkunden und als Andenken die eigens für die Gründungsfeier angeschafften Kerzen mit dem Marienfensterbild aus der Pfarrkirche.

Kirchenpfleger Jakob Kiener dankte allen Beteiligten an der Vorbereitung und Durchführung des Jubiläums sowie allen Jubilaren, die sich Zeit genommen hatten und der Einladung gefolgt waren. Von Josef Böhm gab's noch geschichtliche Informationen von der Entstehung der Gebetsgemeinschaft 1836 in Paris (Basilika "Unsere Liebe Frau von den Siegen - Notre-Dame) und von der Gründung 1865 in Niedermurach. Mit Gesangseinlagen begleiteten die "Vöichtacher Sängerinnen" den Festabend.
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