Mehrere Anläufe im Wahlgang

Die Neuwahlen verliefen etwas holprig, waren aber trotzdem erfolgreich: Stephan Schmal (von links), Michael Süß, Josef Kiener, Hermann Uschold, Michael Treiber, Johann Böhm, Johann Praß und Martin Abel bilden das neue Führungsgremium. Bild: bsl
Lokales
Niedermurach
23.03.2015
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Bei der Hauptversammlung wählte die Wassergemeinschaft Rottendorf zehn Funktionäre. Dabei gab es einige Überraschungen.

Die Wahl von Funktionären bei den Hauptversammlungen kleiner Vereine ist häufig eine doch recht unspektakuläre Angelegenheit. Meistens heißt es: "Einstimmig wiedergewählt". Nicht so bei der Jahreshauptversammlung der Wassergemeinschaft (WSG) Rottendorf im Gasthaus Zeitler.

Die Mitglieder mussten gleich zehn Funktionäre neu wählen. Und diese Wahl verlief teilweise überraschend spannend. Während die Stellvertreter des Kassiers und des Schriftführers, der Wasserwart, die Kassenprüfer sowie der Beisitzer einstimmig per Handzeichen bestimmt wurden, lief die Wahl der restlichen Vorstandsmitglieder nicht ganz so reibungslos ab. Die Mitglieder bestätigten ihren bisherigen Vorsitzenden Johann Böhm mit 18 von 22 Stimmen im Amt. Auch Kassier Josef Kiener sowie Schriftführer Hans Praß erhielten 20 bzw. 19 Stimmen.

Bei der Wahl des zweiten Vorsitzenden folgten dann jedoch gleich zwei Überraschungen. Zum einen stellte sich Josef Zeitler zur Verwunderung der Anwesenden nicht mehr zur Wahl. An seiner Stelle erklärte sich Martin Abel bereit, das Amt zu übernehmen. Nachdem er mit 14 Stimmen gewählt wurde, nahm er jedoch die Wahl nicht an. Im nächsten Wahldurchgang traten dann zwei Kandidaten gegeneinander an. Hierbei setzte sich Stephan Schmal mit elf zu acht Stimmen durch.

Nach den Wahlen ging es geordnet weiter. Die Wasserqualität ist laut Vorsitzenden Böhm wie schon in der Vergangenheit einwandfrei und auch der Wasserpreis von 80 Cent wurde von den Mitgliedern bestätigt. Bürgermeister Martin Prey sieht die WSG, aufgrund ihrer vernünftigen Art zu wirtschaften, für die Zukunft gut gerüstet. "Die Wassergenossenschaft Rottendorf bohrt nach Wasser nicht erst, wenn Feuer am Dach ist", so Prey. Er wünschte dem Verein weiterhin "gutes Fahrwasser". Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich Böhm bei allen Mitgliedern, insbesondere beim ehemaligen zweiten Vorsitzenden Josef Zeitler, für die Arbeit in den vergangenen Jahren. Er schloss die Hauptversammlung mit den Worten, es sei gut, wenn man auch kontrovers über verschiedene Themen diskutieren könne. Schließlich lebe man ja in einer Demokratie. Nur in die Augen schauen, betonte Böhm, das müsse man sich am nächsten Tag auch noch können.
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