Schön, schnell und schlau

Großes Hallo gab es, als Willibald Pirzer vom Brieftaubenverein Niedermurach ein paar Brieftauben vor den Augen der Kinder zu Übungsflügen auf die Reise schickte. Bild: frd
Lokales
Niedermurach
14.07.2015
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Einen tierischen Aktionstag erlebten die Kinder der Grundschule Niedermurach. Kleintierzuchtverein und Brieftaubenverein stellten sich vor und die Schüler bekamen nicht nur eine tolle "Flugshow" zu sehen, sondern kennen jetzt auch den Unterschied zwischen Hasen und Kaninchen.

Beim Projekttag fanden sich auch die Vorschulkinder zu einem Schnuppertag an ihrer künftigen Schule ein. Initiiert hatte diesen besonderen Schultag Fördervereinsvorsitzender Josef Salomon und auch Bürgermeister Martin Prey, als Landwirt selbst Experte, schaute an diesem Vormittag vorbei. Mitglieder von den zwei Niedermuracher Vereinen, Kleintierzuchtverein und der Brieftaubenverein, erzählten den Kindern viel Wissenswertes über die mitgebrachten Tiere. Martin Fuchs, der Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins, war mit einigen erfahrenen Züchtern vor Ort und hatte auch Kaninchen mitgebracht.

Rassemerkmale

Während diese im heimischen Stall zur Welt kommen, werden die Hasen, die zur der Gattung der Wildtiere gehören, in freier Natur geboren. "Die jungen Häschen müssen von ihren Eltern vor den anderen Tieren, die immer auf Nahrungssuche sind, beschützt werden", lautete eine kindgerechte Erklärung zum Lebensraum.

Die gezüchteten Kaninchen hingegen wachsen in gut behüteten Ställen auf. Bei ihnen kommt es darauf an, möglichst vollkommen alle Rassemerkmale wie richtigen Körperbau, dichte Fellbeschaffenheit in der richtigen Farbe, Kopfform und einen guten Pflegezustand zu erfüllen. Je besser die Kaninchen bei den Rassemerkmalen abschneiden, umso mehr Punkte (maximal 100 Punkte) bekommen sie bei den Ausstellungen von den Punktrichtern und umso höher liegt auch ihr Preis.

Bei den mit Ring-Nummern versehenen Brieftauben, die Vereinsvorsitzender Willibald Pirzer zusammen mit weiteren Züchtern vorstellte, kommt es nicht unbedingt auf die Schönheit des Tieres an, sondern darauf, dass die Taube in möglichst kurzer Zeit ihren Heimatschlag erreicht. Dies wird sekundengenau registriert, wobei tolle Preise warten.

Eine Brieftaube fliegt zwischen 75 und 120 Kilometer in der Stunde und orientiert sich bei der bis zu 650 Kilometer langen Flugstrecke (Luxemburg/Belgien) an Thermik, Magnetfeldern, Sonne und an markanten Punkten in der Natur. So gesehen ist eine kleine Taube den Menschen um ein Vielfaches überlegen, denn sie braucht kein Navi und keine Karte. Bei guten Witterungsbedingungen können Brieftauben an einem Tag bis zu 1000 Kilometer weit fliegen.

Streicheleinheiten

Dass sowohl bei den Niedermuracher Kleintierzüchtern als auch im Brieftaubenverein hervorragende Züchterarbeit geleistet wird, macht deutlich, dass deren Tiere schon viele Preise und sogar deutsche Meisterschaften gewonnen haben. Darüber konnten die Kinder nur staunen. Auch für die Tiere war dieser Tag an der Grundschule etwas besonders, denn sie haben jede Menge Streicheleinheiten bekommen.
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