Strafraum und Idylle

"Da kann man oben, unten und seitwärts Fußballspielen" lautete der Kommentar von Bürgermeister Martin Prey zum Kunstwerk von Michele Bernardi (links), das der Pertolzhofener Kunstvereinsvorsitzende Heiko Herrmann (rechts) in der Kunsthalle ausstellt. Bild: weu
Lokales
Niedermurach
06.08.2015
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Klein, aber fein. So könnte man die Kunsthalle am Freundschafts-Radweg bezeichnen, die mit ihren wechselnden Objekten immer wieder für Aufsehen sorgt. Sogar Fußballplätze passen da hinein.

"Strafraum und Idylle" nennt sich die Ausstellung von Michele Bernardi, die nun in dem Kunst-Container mit einer Vernissage eröffnet wurde. Bernardi, ein Freund Heiko Herrmanns, hatte sich schon einige Male an den "Kunstdingertagen" beteiligt.

Der in Wolkenstein in Südtirol geborene Künstler, der acht Monate des Jahres in München lebt und arbeitet und den Rest in Südtirol, stellt seine Exponate bis November in der Kunsthalle aus, die durch Glasfenster für jedermann zu besichtigen sind. Damit reiht sich Pertolzhofen ein in die Ausstellungen des Künstlers im Haus der Kunst in München sowie beim Kunstverein in Bozen. Das Objekt mit dem Arbeitstitel "Strafraum" ist ein aus Metall geschmiedeter Kubus aus vier Fußballplätzen, der die Fantasie anregen soll.

Die zweite Metallkonstruktion mit dem Titel "Idylle" stellt eine Häuserreihe mit Turm dar. Inspirieren ließ sich der Künstler, der nach der Kunstschule die Kunstakademie in München besucht hat, von seinen Besuchen bei Heiko Herrmann. So erinnert das Objekt Strafraum im Maßstab 1:100 an den Pertolzhofener Fußballplatz, der in der Nähe der Kunsthalle liegt, und die Häuserzeile könnte einen Ausschnitt aus dem Ort darstellen. "Ich setze meine Gedanken mit Metall um", bekannte Michele Bernardi, "dabei ist für mich die Linie maßgebend, dann der Raum."

Die Ausstellung ist noch bis Anfang November zu betrachten. Im Atelier von Herrmann hatten die Gäste der Vernissage noch Gelegenheit, mit dem Künstler und den Mitgliedern des Kunstvereins ins Gespräch zu kommen. Die nächste Ausstellung ab November in der Kunsthalle wird "Sitzbares aus aller Welt" zeigen. Heiko Hermann hat Gebrauchsstühle und edle Sitzmöbel von Marokko bis Frankreich gesammelt und wird sie der Öffentlichkeit zugänglich machen.
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