Topf mit lukrativer Förderung

Lokales
Niedermurach
10.10.2014
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Auch Niedermurach will vom EFRE-Fördertopf profitieren. Deshalb fiel der Beschluss einstimmig, ein Planungsbüro mit dem dazu erforderlichen Entwicklungskonzept zu beauftragen.

Mit der Erstellung eines Entwicklungskonzepts zur Aufnahme in das EFRE-Förderprogramm "Nachhaltige Stadt-Umland-Entwicklung" hatte sich der Gemeinderat Niedermurach am Dienstagabend am Beginn seiner Sitzung zu befassen. LAG-Geschäftsführer Manuel Lischka erläuterte ausführlich die Möglichkeiten des Förderprogramms. Im Prinzip ist es ein Wettbewerb, um an einen EU-Fördertopf heranzukommen, der sehr lukrativ ist.

Doch müssen bei diesem Wettbewerb alle zwölf Brückenland-Gemeinden mitmachen, da nur dann die nötige Mindest-Gesamteinwohnerzahl von 20 000 Bürgern überschritten werden kann. Bisher konnten bereits sieben Kommunen ins Boot geholt werden. Da bis zum 15. Dezember das Entwicklungskonzept erstellt und eingereicht sein muss, ist auch Eile geboten, denn nur so kann eine Teilhabe an einem Fördertopf von insgesamt 69 Millionen Euro, verteilt auf 10 bis 15 Allianzen, erreicht werden.

Bei den in Betracht kommenden Handlungsfeldern für diese Allianzen können die Energieeinsparung im öffentlichen Raum, das Kultur- und Naturerbe im städtischen Umfeld, die Revitalisierung von Konversions- und Brachflächen sowie Gebäudeleerstände und Grün- und Erholungsanlagen ebenso wie die Ansiedlung oder der Ausbau von Forschungsinfrastruktur und die Förderung von Unternehmerinvestitionen, Berücksichtigung finden. Weiterhin ist auch der Hochwasserschutz, der maßgeblich zur Sicherstellung der wirtschaftlichen Zentren beitragen kann, förderbar. Bei diesen Projekten sind Förderungen von 70 bis 80 Prozent möglich, was als eine einmalige Chance zu sehen ist.

Einstimmig beschlossen

Nach einer längeren Diskussion erklärte sich der Gemeinderat Niedermurach mit der Beauftragung eines Planungsbüros zur Erstellung eines Entwicklungskonzepts für das EFRE- Förderprogramm mit einer Auftragssumme von maximal 50 000 Euro (abzüglich 70 Prozent Förderung) einverstanden, wobei eine Kostenbeteiligung von 933 Euro auf die Gemeinde Niedermurach entfällt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung erteilten die Ratsmitglieder dem Antrag auf Neubau eines Ersatzwohnhauses und Abbruch des bestehenden Wohnhauses von den Antragstellern Tanja und Matthias Baier aus Nottersdorf das gemeindliche Einvernehmen. Weiterhin nahmen die Gemeinderäte Kenntnis von der Sachverhaltsdarstellung und den Kostenprognosen zur Gründung eines Zweckverbandes für die Interkommunale Klärschlammverwertung und beschlossen, da im Prinzip alternativlos, diesem noch zu gründendem Zweckverband beizutreten.

Bei der Bekanntgabe von nichtöffentlichen Gemeinderatsbeschlüssen informierte Bürgermeister Martin Prey darüber, dass der Auftrag für den Stromanschluss für den neu zu errichtenden Wasserübergabeschacht an der B 22 an das Bayernwerk Schwandorf für einen Angebotspreis von 22 084 Euro vergeben wurde. Der Auftrag zur Entschlammung des Feuerlöschteiches in Enzelsberg ging an die Firma Hartinger in Kleinschwand.

Außerdem wurde der Bürgermeister ermächtigt, den Auftrag zur Lieferung und zum Aufbau einer PV-Anlage in der Kläranlage Pertolzhofen an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben. Am Ende des öffentlichen Teil der Sitzung las Bürgermeister Martin Prey ein Schreiben der Bürgerinitiative Rottendorf gegen den Bau von Windkraftanlagen im Bereich Pischdorf/ Rottendorf vor, in dem die Bürger Rottendorfs Bürgermeister und Gemeinderat ihre ernsten Sorgen um ihre Gesundheit und starke Beeinträchtigung der Lebensqualität vortragen und um deren Unterstützung bitten.

Prey führte dazu aus, dass die Anliegen der Rottendorfer Bürger sehr ernst genommen werden und sagte ihnen seine und die Unterstützung des Gemeinderates zu.
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