Unterschriften gegen Windpark

Lokales
Niedermurach
01.04.2015
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Obwohl auf der Tagungsordnung der Gemeinderatssitzung in Niedermurach keine brisanten Themen standen, drängten sich fast 30 Zuhörer in den Sitzungssaal. Erst am Ende der öffentlichen Tagung wurde klar, "woher der Wind weht".

Bürgermeister Martin Prey informierte die Räte im letzten Punkt der öffentlichen Tagesordnung über den Sachstand der Bauarbeiten "Abwasseranlage Voggendorf". Danach legte Gemeinderat Josef Klonner eine Liste mit 56 Unterschriften vor. Ein Großteil der Rottendorfer Bürger habe unterzeichnet.

Im Text heißt es dazu: "Wir, die Bürger von Rottendorf, fordern den Bürgermeister und die Gemeinderäte auf, die Einstellung des geplanten Bauvorhabens der Windkraftanlagen auf dem Gebiet von Rottendorf und Pischdorf zu veranlassen. Alternativ, die wissentlich kommende 10-H Regelung Bayern einzuhalten." Bürgermeister Martin Prey erteilte Josef Kiener als Sprecher der Dorfgemeinschaft Rottendorf das Wort. Dieser führte eine Reihe von Gründen gegen die Windkraftanlage an, wie optische Bedrängung, gesundheitliche Schädigung von Mensch und Tier, Blinklichter in der Nacht, Schattenschlag und Wegzug von Familien.

Dorffrieden gestört

Als Hauptargument nannte Kiener, dass der gesamte Dorffrieden schon jetzt erheblich gestört sei. Der Streit gehe durch Familien, Firmen, Vereine und Freundschaften. Die über Jahrzehnte hinweg gewachsene und friedliche Dorfstruktur dürfe durch den Bau dieser Windkraftanlagen nicht zerstört werden. Bürgermeister Martin Prey sagte den Bürgern von Rottendorf zu, dass der Gemeinderat die Sorgen ernst nehmen wird.

Computer für Schule

Zu Beginn der Sitzung waren sich Bürgermeister und Räte darüber einig, dass die EDV-Ausstattung der Grundschule Niedermurach nicht mehr den Anforderungen für einen optimalen Lehr- und Unterrichtsbedingungen entspricht. Sie hielten es für zwingend erforderlich, eine neue und zukunftsweisende Ausstattung zu beschaffen. Die Verwaltung wurde beauftragt, Angebote einzuholen und die dafür benötigten Mittel (etwa 13 500 Euro) in den Haushalt einzustellen. Auch den Anträgen der beiden Feuerwehren Niedermurach und Pertolzhofen auf Beschaffung von Wärmebildkameras stimmten die Gemeinderäte zu. Die Geräte dienen im Wesentlichen der Auffindung von Personen, im Brandfall oder bei einer Suche, aber auch der Sicherheit der Atemschutzträger. Eine Kamera kostet 3685 Euro. Die Regierung der Oberpfalz gewährt jeweils einen Zuschuss von 2750 Euro, die Gemeinde übernimmt zehn Prozent und den Rest der jeweilige Feuerwehrverein.

Da die Gemeinde Niedermurach bei der Bündelausschreibung durch den Bayerischen Gemeindetag für die Stromkosten 2014 bis 2016 recht gut gefahren ist, beschloss das Gremium, sich auch von 2017 bis 2019 dieser Ausschreibung anzuschließen. Der Abschluss einer Vereinbarung mit dem Landkreis über die Absicherung von Veranstaltungen durch die Feuerwehr bei der Nutzung von Kreisstraßen war eher "Formsache".
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