Was Georg Lohmeier nach Niedermurach führte - Einakter des Autors gespielt
Ein Lob vom "Schorsch"

Er kam persönlich: Als man Einakter von ihm aufführte, reiste Georg Lohmeier nach Niedermurach an. Bild: hfz
Lokales
Niedermurach
23.01.2015
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(hou) Er kam im Trachtengewand. So, wie es sich für einen geziemt, der die weiß-blaue Fahne stets hoch hielt und sich nach einem König sehnte. Eine Ehre für Niedermurach. Denn wer konnte sonst von sich sagen, den Autor und Patrioten Georg Lohmeier einmal empfangen zu dürfen.

Im Alter von 88 Jahren starb Lohmeier vor wenigen Tagen in München. "Der war doch einmal bei uns", erinnerte man sich in Niedermurach. "Jawolll!", um mit dem Blädel Schorsch zu reden, der einst die Zeugen im "Königlich Bayerischen Amtsgericht" unter Zusammenschlagen der Hacken dem Herrn Rat so anzukündigen pflegte.

Bei der Premiere

Also setzte sich der Volksmusik- und Laienspiel-Pfleger Alois Gillitzer hin und blätterte in seinen Unterlagen. Dabei kam zum Vorschein: Tatsächlich war Georg Lohmeier im März 1998 angereist, um der Premiere von drei Einaktern in der Niedermuracher Mehrzweckhalle beizuwohnen.

Warum? Die Stücke "Die Trompete", "Der Pfarrgockl" und "Das Bienenhaus" stammten von ihm. Doch von einem Verlag waren sie nicht zu bekommen. Deshalb wandte man sich an Lohmeier selbst. Der Autor stimmte zu, wollte aber schon selbst sehen, ob alles in seinem Sinn vonstatten ging.

"Guat g'macht"

Die Theatergruppe der Murachtaler Schützen trat auf die Bühne, der Saal war voll und "Schorsch" Lohmeier zeigte sich zufrieden mit dem Dargebotenen. "Guat habt's es g'macht", lobte er die Akteure. Zuvor war er im Gasthaus Gillitzer eingekehrt, hatte ein wenig gefachsimpelt und ein paar seiner bemerkenswerten Sprüche vom Stapel gelassen.
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