"Wir-Gefühl" im Glauben zeigen

Lokales
Niedermurach
29.10.2014
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Es gibt Strömungen, die Glauben und Kirche lächerlich machen und in den Schmutz ziehen wollen. Zentralpräses Pater Josef Schwemmer rief beim Pfarrkonvent der Marianischen Männerkongregation dazu auf, den Verunglimpfungen mutig entgegenzutreten.

"Ein Leben ohne die Liebe ist sinnlos", sagte Zentralpräses Pater Josef Schwemmer beim Gottesdienst, zu den die Marianischen Männerkongregationen Niedermurach und Pertolzhofen eingeladen hatten. Um dem Hauptgebot der Christen "Gott zu lieben wie sich selbst" gerecht zu werden, sollte sich jeder immer wieder einen Spiegel vorhalten und sich fragen, wo er in seinem Leben und Glauben denn eigentlich steht. An die Sodalen der MMC appellierte er, in ihren Gemeinschaften gegenseitig stützende Hilfe zu sein, aber auch über den Tellerrand der Pfarrei hinaus die Probleme aller Menschen zu sehen. Damit schlug der Präses eine Brücke zum Weltmissionssonntag, mit dessen Tageskollekte die ärmsten Menschen unterstützt werden. Diese Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit mit zu unterstützen sei ein starkes Zeichen der Nächstenliebe.

Bewegtes Leben

Beim sich anschließenden Konvent im Gasthaus Pröls begrüßte Josef Salomon, Vorsitzender der MMC Niedermurach den Zentralpräses sowie auch Diakon Heinrich Mertan, Pastoralreferenten Andreas Hartung, Bürgermeister Martin Prey und die Nachbar-MMC Pertolzhofen mit Vorsitzendem Wolfgang Forster. Zu Beginn gedachte die Versammlung der verstorbenen Mitglieder Martin Uschold und Josef Berger. Anschließend erfolgte die Ehrung von fünf Sodalen für 40 Jahre Treue zur MMC.

Vor seinem Referat stellte Pater Josef Schwemmer sein bewegtes Leben als Priester, Internatsgruppenerzieher, Volksmissionar, Internatsdirektor, Pfarrer und zuletzt wieder Volksmissionar vor, ehe er zum 1. Januar 2014 als Zentralpräses nach Cham berufen wurde. Sein Vortragsthema "Glauben in schwieriger Zeit" befasste sich mit der anhaltenden Krise um Glaube und Kirche.

Zwar gebe es in unserem Land keine Christenverfolgung wie im Irak oder in Syrien, doch seien hierzulande politische wie gesellschaftliche Kreise permanent dabei, die Werte des christlichen Abendlandes zu demontieren, Familie und Lebensrecht auszuhöhlen, Glaube und Kirche lächerlich zu machen und in den Schmutz zu ziehen. Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit unter den Gläubigen förderten diese Tendenzen. In seiner lebhaften und humorvollen Art wies der Geistliche darauf hin, dass es heute für eine Einzelperson schon einer Portion Mutes bedarf, sich in der Öffentlichkeit als Christ zu bekennen. Er forderte die Sodalen auf, gerade als MMC-Gemeinschaft den Verunglimpfungen und Anfeindungen gegen den christlichen Glauben entgegenzutreten.

Lebensfreude und Freiheit

"Der Glaube wächst immer im Wir." Das habe einst Papst Benedikt gesagt. Der Glaube brauche eben Gemeinschaft, um ein selbstsicheres "Wir-Gefühl" zu entwickeln. "Wer nach dem Willen Gottes lebt dem erwachsen daraus Lebensfreude, Friede und Freiheit", betonte Präses Schwemmer und bekräftigte, "dass jeder, der sein Vertrauen auf Gott setzt, auch Hilfe erwarten kann."
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