Wo Werte zählen

Lokales
Niedermurach
08.05.2015
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Religion ist bei der Landvolkbewegung mehr als eine Nebensache. Das spiegelt sich auch im Angebot: Eine Kreuzmeditation hat dort genauso Platz wie eine Vogelwanderung. Vor allem Familien profitieren davon.

Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) Niedermurach konnte bei ihrer Generalversammlung im Gasthaus Gillitzer auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Vorsitzende Monika Gillitzer freute sich über das Engagement und sagte zu Beginn allen Dank, die sich für den Verein einsetzen und mitarbeiten.

Durch das Miteinander im Vorstand, aber auch durch den "guten Geist", der in dem Verein herrsche, verliefen alle Aktivitäten reibungslos. Gillitzers besonderer Dank galt Pfarrer Herbert Rösl und der ganzen Pfarrei für die gute Unterstützung sowie der Gemeinde mit Bürgermeister Martin Prey für die unkomplizierte Art.

Aktiv und bemüht

Pfarrer Herbert Rösl freute sich über die aktive Landvolkbewegung, wo der "religiöse christliche Teil nicht Nebensache" sei. Für alle Mühen sprach er ein "Vergelt's Gott" aus. Auch Bürgermeister Martin Prey stellte die Wichtigkeit des Vereins heraus, gerade in einer Zeit, in der christliche Werte diskutiert würden. Inge Rossmann erläuterte als Kassiererin Einnahmen und Ausgaben und verwies bei dieser Gelegenheit auf größere Spenden.

In einem ausführlichen Rückblick berichtete Vorsitzender Alfons Wittmann über die vielfältigen kirchlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten des Vereins. So wurde wieder ein Weidenflechtkurs abgehalten, eine Vogelwanderung mit Frühstück organisiert sowie der Besuch seiner Imkerei angeboten.

Das Spielefest, das Zelten auf Burg Murach sowie das Basteln eines Mutter- bzw. Vatertagsgeschenkes und die Altkleidersammlung seien feste Bestandteile im Programm geworden, berichtete der Vorsitzende.

Programm für Kartage

Besonders aktiv wurden wieder die Kartage mitgefeiert, an denen zur Kreuzmeditation am Abend auch eine Kinderkreuzverehrung am Vormittag abgehalten wurde. Der Familiengottesdienst mit anschließendem Kirchencafé, ein Sommerkonzert auf der Burg Murach wie auch ein Taizé-Abend im November zählten zu den Highlights.

Das Misereor-Fastenessen wurde heuer zum ersten Mal in der Mehrzweckhalle abgehalten, was trotzdem auf große Resonanz stieß. In diesem Zusammenhang bedankte sich Wittmann bei der Familie Pröls für die Unterstützung.

Carina Dietl von der Eltern-Kind-Gruppe berichtete kurz von ihren Treffen in der Mehrzweckhalle mit mittlerweile 13 Kindern. Zu den Höhepunkten zählte vor allem der Faschingsumzug mit anschließender Feier am Faschingsdienstag, der wieder gut besucht wurde.

Windkraft diskutieren

Im letzten Tagesordnungspunkt "Wünsche und Anträge" wurde der Wunsch geäußert, Aktivitäten für Ältere mehr in das Programm aufzunehmen, da die meisten Angebote für Kinder wären. Irmgard Glaser verwies dabei auf die Veranstaltungen des Kreisverbandes, der diesen Ansprüchen mehr gerecht werden würde. Auch der eventuelle Bau der Windkraftanlage in Rottendorf wurde angesprochen und um Solidarität des Landvolks gebeten. Pfarrer Herbert Rösl nahm den Gedanken auf und brachte die Idee eines rein objektiven Informationsabends vor.

Im Anschluss referierte Christian Kalis, Diözesanseelsorger der Katholischen Landjugendbewegung und Landvolkpfarrer in der Diözese Regensburg über "Lebe! In Fülle - Orientierungspunkte für die Jugendpastoral im Bistum Regensburg" und forderte zum Diskutieren auf (wir berichteten). Mit einem Imbiss und Umtrunk ging es in den gemütlichen Teil der Versammlung über.
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