Gemeinderat Niedermurach plant Mehrgenerationenplatz
Attraktivität an erster Stelle

Eine Seilbahn, wie man sie in neueren Spielplätzen wie hier in Oberviechtach findet, soll auch den in Niedermurach geplanten Mehrgenerationenplatz attraktiver machen. Bild: weu
Politik
Niedermurach
20.04.2017
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Der Name "Xund & Fit Niedermurach" steht. Festgezurrt sind auch etliche Wünsche wie Kneippbecken, Sinnespfad, Grillplatz und Seilbahn. Für Diskussionsstoff in der Gemeinderatssitzung sorgten jedoch nicht nur die Kosten für den Mehrgenerationenplatz.

Im Wesentlichen ging es bei der jüngsten Gemeinderatssitzung um die Billigung der Gestaltung und Ausstattung des Mehrgenerationenplatzes, um den Förderantrag des Leader-Projekts fristgerecht bis zum 8. Mai bei der Fachstelle einzureichen. Maximal 180 000 Euro stehen für die zehn teilnehmenden Gemeinden zur Verfügung, somit ergibt sich bei Beachtung einer maximalen Förderquote von 60 Prozent für jede Kommune der Höchstförderbetrag von 18 000 Euro, erläuterten Bürgermeister Martin Prey und VG-Leiter Anton Brand.

60 000 Euro einplanen


In einer Besprechung mit Vertretern aller beteiligten Kommunen wurde die einheitliche Namensgebung für alle Mehrgenerationenplätze festgelegt, die sich aus "Xund & Fit" und dem Namen der Gemeinde zusammensetzt. Die Vorschläge bezüglich der Gestaltung und der Ausstattung, die in einem Treffen mit Vertretern aller Altersschichten erarbeitet wurden, stellte Bürgermeister Prey vor. Mit Volleyballplatz, Kneippbecken, Generationenschaukel, Kletternetz, Stockbahn, Vogelnestschaukel, Grillplatz, Sitzgruppe, Seilbahn, Kleinkinderanlage, Sinnespfad und Federwippe hoffen die Räte, alle Altersstufen anzusprechen. Allerdings belastet die Maßnahme mit knapp 60 000 Euro (bei 18 000 Euro Förderung) den Haushalt nicht unwesentlich. Deshalb wurden auch Überlegungen angestellt, besonders teure Geräte wegzulassen.

Am Ende der Diskussion stand für das Gremium jedoch fest: "Je attraktiver der Platz wird, desto mehr wird er genutzt." Und Bürgermeister Prey ergänzte: "Bei guter Außenwirkung fahren die Leute auch extra her." So stimmten die Gemeinderäte dann auch geschlossen für den vorgelegten Entwurf mit Einplanung in den Haushalt für 2017.

Da durch den Bau des Mehrgenerationenplatzes der Badeweiher verkleinert werden muss, läuft das Verfahren zur wasserrechtlichen Genehmigung derzeit noch. "Der Badeweiher hätte sowieso verkleinert werden müssen, wenn man ihn auf Vordermann gebracht hätte", ergänzte der Bürgermeister. Zwei Bauanträge, der Neubau einer Lkw-Garage in Rottendorf durch Harald Prey aus Enzelsberg und der Neubau eines Einfamilienhauses in Rottendorf durch Renate und Markus Baier erhielten das gemeindliche Einvernehmen.

Zeit noch nicht reif


Der Antrag von Josef Zeitler auf Errichtung einer Ladestation für Elektroautos am Dorfplatz in Rottendorf wurde ausführlich beraten. Bürgermeister Prey und der Großteil der Räte hielten die Maßnahme für überdimensioniert, immerhin entstehen der Gemeinde für die Säule Anschlusskosten von 3500 Euro (dabei ist die Förderung bereits abgezogen) und monatliche Kosten von 59 Euro, unabhängig von der Nutzung. Gemeinderat Josef Zeitler betonte den ökologischen Gesichtspunkt: "Wir müssen von CO2 runterkommen." Seiner Meinung nach wird es in fünf bis zehn Jahren überall Ladestationen geben müssen. Dem schloss sich auch der Bürgermeister an, meinte aber: "Die Zeit ist noch nicht reif." Jetzt nur wegen der Förderung die Maßnahme anzugehen, sei aufgrund der monatlichen Belastung nicht sinnvoll. Die Räte stimmten mit neun zu vier Stimmen gegen den Antrag zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Aufträge vergeben


An nichtöffentlich gefassten Gemeinderatsbeschlüssen gab Prey bekannt: Der Auftrag zur Lieferung eines MLF für die Feuerwehr Pertolzhofen wurde an die Firma ZFT Ziegler Feuerwehrgerätetechnik Mühlau (153 480 Euro) erteilt; die feuerwehrtechnische Beladung liefert die Firma Sturm aus Regen (13 530 Euro).
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