Dankeabend der Pfarrei Niedermurach
Wichtige Teile im Pfarrei-Puzzle

Pfarrgemeinderatssprecherin Irmgard Glaser erklärte, dass alle Ehrenamtlichen zusammen das harmonische Bild ergeben.
Vermischtes
Niedermurach
18.05.2017
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Pfarrer Herbert Rösl stellte die geplanten Außenansichten vor, wie sich das renovierte Pfarrhaus mit angebautem Pfarrsaal als neues Pfarr- und Jugendheim einmal präsentieren wird. Bild: boj

Freiwillig und unentgeltlich mitzuarbeiten ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Nach ein paar Jahren Pause wurde deshalb in der Pfarrei Niedermurach wieder ein Danke-Abend organisiert. Die Anzahl der Ehrenamtlichen überraschte und auch eine Gemeinschaftsleistung, welche die Grabgebühren niedrig hält.

(boj) Es war den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates (PGR) ein Bedürfnis, nach ein paar Jahren der Pause bei einem "Dankeabend" allen für die Pfarrei Niedermurach ehrenamtlich tätigen Personen "Vergelt's Gott!" zu sagen. Sehr viele waren der Einladung gefolgt und füllten den Saal des Gasthauses Pröls, unter ihnen Pfarrer Herbert Rösl, Diakon Heinrich Merthan und Bürgermeister Martin Prey.

Anhand einer Auflistung richtete PGR-Sprecherin Irmgard Glaser den Blick auf die über 80 Einzelpersonen, davon 25 Ministranten, die sich ehrenamtlich in die Pfarrei einbringen. Hinzu kommen noch die Chorgemeinschaft "Venite", der Singkreis Niedermurach sowie die Vereine der Pfarrei, welche sich vorrangig der Friedhofspflege widmen.

Wie in anderen Lebensbereichen gibt es auch in der Pfarrei Mitarbeiter, die ihren Dienst im Vordergrund und für alle Gottesdienstbesucher sichtbar verrichten, wie beispielsweise Ministranten, Lektoren, Mesner oder Vorbeter bei Prozessionen. Weit mehr Ehrenamtliche arbeiten allerdings im Hintergrund, zum Beispiel für Wortgottesdienste und Bibeltage für Kinder, die Morgenlob-Vorbereitung, für den Blumenschmuck, als Reinigungskräfte, als Pfarrgemeinderäte, als Mitglieder der Kirchenverwaltung oder für die Pflege der Kapellen und des Kirchplatzes.

Und dann ist da noch der Friedhof, der andernorts längst unter kommunaler Verwaltung steht. Dank der Gemeinschaftsleistung der Vereine und der kostenlosen Verwaltung durch Kirchenpfleger Jakob Kiener profitiert jeder Grabbesitzer von den niedrigen Gebühren. Organisatorisch ist die Arbeit im Friedhof so geregelt, dass die Feuerwehr Niedermurach den Winterdienst verrichtet und die Feuerwehren Wagnern, Nottersdorf und Rottendorf sowie alle Niedermuracher Ortsvereine vom Frühjahr bis zum Spätherbst für ein sauberes Erscheinungsbild des Friedhofs sorgen.

Sinn des Ehrenamtes


Irmgard Glaser verglich die ehrenamtlich Tätigen mit einem Puzzle. Ein solches Bild ist erst perfekt, wenn kein Teil mehr fehlt. "Ihr seit alle wichtige Teile des Puzzle-Bildes unserer Pfarrei", betonte die PGR-Sprecherin und ließ keinen Zweifel daran, "dass jeder an seinem Platz zum harmonischen Gesamtbild unserer Pfarrgemeinde beiträgt." Sie dankte allen Anwesenden für ihre geopferte Freizeit und bezeichnete dies als wirklich christliches Verhalten. Eine Pfarrgemeinde lebt eben vom aktiven Mitmachen, je mehr, desto attraktiver kann sie sein. In dem Spruch "Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich" (Goethe) liege auch der tiefere Sinn des Ehrenamtes begründet und könnte so manchen anregen, sich doch aktiv in das Pfarreigeschehen einzubringen.

Pfarrer Herbert Rösl würdigte ebenfalls die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten, aus denen eine lebendige Pfarrgemeinde erwachse. Beim vorausgegangenen Gottesdienst richtete er seinen Dank auch an Gott, dass er ihm in Niedermurach so viele ehrenamtliche Helfer zur Seite gestellt habe. Mit Plänen zu den Außenansichten zeigte Rösl, wie sich das Pfarrhaus nach dem Umbau zum neuen Pfarr- und Jugendheim positiv verändern und in Zukunft darstellen wird. Er wies er auf die besonderen Herausforderungen hin, die mit der Nutzung auf die Pfarrei zukommen werden.
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