Ehejubilare feiern Gottesdienst
Gott als Dritter mit im Bund

19 Paare aus der Seelsorgeeinheit folgten der Einladung und feierten mit Pfarrer Herbert Rösl (links), Diakon Heinrich Merthan (rechts) und Pastoralreferent Andreas Hartung (Zweiter von rechts) Gottesdienst. Die Jubilare stehen für 25, 30, 40, 50, 55, 56 und 61 Ehejahre und erfuhren beim Ehrenabend eine entsprechende Würdigung. Bild: boj
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Niedermurach
22.11.2016
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Sie hatten sich vor vielen Jahren füreinander entschieden und vor dem Traualtar zugesagt, ihr Leben gemeinsam zu verbringen. 19 Paare aus der Seelsorgeeinheit Teunz-Niedermurach-Pertolzhofen waren der Einladung gefolgt und nahmen am Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin und am Ehrenabend im Gasthaus Pröls teil.

In der heutigen Zeit, in der es vielen Menschen zunehmend schwerer fällt, sich ganz bewusst für eine dauerhafte eheliche Bindung zu entscheiden, sind Ehejubilare der sichtbare Beweis, dass das Einhalten ihres Eheversprechens und ein gutes Zusammenleben sehr wohl möglich sind. Anhand einer Geschichte empfahl Pfarrer Herbert Rösl allen Ehepaaren, es den beiden Freunden nachzumachen: Ungutes und Belangloses in den Sand zu schreiben, damit es der Wind der Zeit verweht, Wichtiges und Gutes aber dauerhaft in Stein zu meißeln.

Tiefgreifende Gedanken


Eine kurze Stille bot Gelegenheit, sich darüber Gedanken zu machen, was sie in ihrem Eheleben vergessen sollten und was unbedingt behalten werden müsste. Zum Ehrenabend begrüßte Pastoralreferent Andreas Hartung die Ehejubilare sowie den Referenten Andreas Dandorfer, der beim Seelsorgeamt der Diözese bei der Arbeitsstelle Ehe und Familie angesiedelt ist. In seinem Vortrag "Wir schauen in Dankbarkeit zurück auf unsere gemeinsamen Jahre" brachte er den Anwesenden seine tiefgreifenden Gedanken auf lockere Weise nahe. Er verglich die Jahresringe einer Baumscheibe, die Aufschluss über gute und karge Jahre eines Baumlebens geben, mit den Jahresringen eines Ehelebens. Er lud die Ehepaare ein, in Gedanken an den Tag ihrer Trauung zurückzukehren, an dem sie das zarte Bäumchen ihrer Ehe pflanzten. Das Wort Trauung ist tief verwurzelt mit Vertrauen und Treue. Sie sind grundlegende Voraussetzungen, um gemeinsam wichtige Entscheidungen treffen und Krisen bewältigen zu können. Es seien die Schnittmengen der Gemeinsamkeiten, welche Ehepartner in die Lage versetzen, den Herausforderungen des Ehelebens angemessen begegnen zu können. Es gebe aber kein allgemein anwendbares Schema für eine glückliche Ehe, betonte Andreas Danhauser, denn jede Ehe sei so verschieden wie die Menschen in ihr. Er zitierte die Antwort einer Ehefrau, die zusammen mit ihrem Mann gefragt wurde, wie sie es schafften, 65 Jahre ein Paar zu sein: "Wir sind in einer Zeit aufgewachsen, in der man kaputte Dinge reparierte, anstatt sie wegzuwerfen".

Kleine Aufmerksamkeit


Für die kommenden ehelichen Jahresringe wünschte der Referent den Jubilaren "dass Sie sich gewiss sind, dass Gott als Dritter im Bund mitgeht und Sie trägt". Mit Glück- und Segenswünschen übergaben Pfarrer Herbert Rösl und Pastoralreferent Andreas Hartung ihre Aufmerksamkeiten an die Ehejubilare, für die Frau eine Rose, für den Mann eine Williamsbirne in flüssiger Form.
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