Ein Quentchen Trost beim Florianstag in Niedermurach:
Ein Funke Glück in der Tragik

Die Feuerwehrführung mit Kreisbrandinspektor Richard Fleck (im Vordergrund rechts) und Kommunalpolitiker aus den umliegenden Gemeinden marschierten beim Florianstag gemeinsam zur Niedermuracher Mehrzweckhalle, wo nach dem Gottesdienst viel Zeit für einen Erfahrungsaustausch war. Bild: boj
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Niedermurach
12.05.2016
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Bei Notfällen hilft die Feuerwehr, doch manchmal hilft nur noch ein Gebet. Pfarrer Herbert Rösl gab den Teilnehmern am Florianstag ein Quentchen Trost mit auf den Weg.

Bis 1992 fand der Florianstag für alle Feuerwehren des Landkreises an einem zentralen Ort statt. Inzwischen gibt es mehrere Treffen. Die Feuerwehr Niedermurach war nach 1994 nun zum zweiten Mal Ausrichter des Florianstages.

Vielfalt vergleichbar


Um 18.45 Uhr formierten sich die 16 Feuerwehren aus dem Bereich von Kreisbrandmeister Christian Weinfurtner zum Kirchenzug, allen voran die "Edelweißkapelle" Pertolzhofen. Den Festgottesdienst zelebrierte Prodekan Pfarrer Herbert Rösl, der in seiner Predigt das persönliche und gemeinsame Gebet in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellte. Die Vielfalt der Anliegen, die in die Einheit des gemeinsamen Gebetes münden, seien vergleichbar mit den verschiedenen Einsätzen der Feuerwehren, deren gemeinsames Handeln auch eine Einheit bildeten. Er forderte die Zuhörer auf, Weitblick und Reife zu erlangen, um zu erkennen, dass nicht jede Bitte wunschgemäß erfüllt werde. Hilflosigkeit gegenüber Unglücksfällen werde von den Feuerwehren durch gezieltes Vorgehen, persönliche Hilflosigkeit durch das Gebet überwunden, betonte der Seelsorger. Auch in der Tragik stecke ein Funke Glück, der oft erst im Nachhinein erkennbar werde.

Nach dem Rückmarsch zur Mehrzweckhalle erfolgte der weltliche Teil des Florianstages. Kommandant Gerhard Fleck hieß die Gäste willkommen, unter ihnen Pfarrer Herbert Rösl, Bürgermeisterin Birgit Höcherl (Schönsee), die Bürgermeister Manfred Dirscherl (Weiding), Norbert Eckl (Teunz), Altbürgermeister Hans Wirnshofer (Weiding), von der Feuerwehrführung Kreisbrandinspektor Richard Fleck (Teunz) und Ehrenkommandant Martin Pflug (Niedermurach) sowie die Abordnung der mit der Niedermuracher Feuerwehr befreundeten Feuerwehr Hettenshausen aus Oberbayern.

Seine Freude über den guten Besuch der Feuerwehren inklusive ihrer Bürgermeister brachte das Niedermuracher Gemeindeoberhaupt zum Ausdruck: Martin Prey stellte fest, dass der Florianstag neben dem Gedenken für den Schutzpatron auch ein Tag der Begegnung sei und wünschte den Gästen ein paar schöne Stunden in Niedermurach. Kreisbrandmeister Weinfurtner wies darauf hin, dass die Feuerwehren in seinem Bereich von größeren Unglücksfällen und Schäden verschont blieben - ein wichtiger Grund, dem Schutzpatron zu danken.

Mit "Rucksackmusi"


Er würdigte die Anstrengungen der Gemeinden, ihre Feuerwehren bestmöglich auszustatten und machte deutlich, dass der Abend auch zur Pflege der Kameradschaft gedacht sei. Gesprächsthemen unter den Gästen gab es zur Genüge, und die "Rucksackmusi" aus Oberviechtach begleitete auf vorzügliche Weise musikalisch durch den Abend.
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