Gemeinde Niedermurach nur vorübergehend mit weniger Schulden
In Zukunft viel zu stemmen

In den Jahren 2017 bis 2019 stehen größere Investitionen an. Dann soll auch der alte Pfarrhof von Niedermurach an die Reihe kommen.
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Niedermurach
15.07.2016
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"Zusammengefasst verlief das Haushaltsjahr 2015 sehr positiv": So lautete die Bilanz von Kämmerer Sebastian Höcherl. Bereits jetzt zeichnet sich allerdings für die Zukunft aufgrund mehrerer Projekte eine Kreditaufnahme ab.

Der Verwaltungshaushalt brachte ein positives Überschuss-Ergebnis hervor, die in der Planung vorgesehene Entnahme aus den Rücklagen konnte damit entfallen. Fast 10 000 Euro konnten sogar den Rücklagen zugeführt werden. Mit dieser Bilanz gab Höcherl die Rechnungsergebnisse 2015 bekannt und beantwortete noch einige Fragen dazu. Die Zustimmung zum Finanzplan und Investitionsprogramm für die Jahre 2015 bis 2019 erfolgte vom gesamten Gemeinderat, im Anschluss daran die Beschlussfassung des Haushaltplans und der Erlass der Haushaltssatzung, die ebenfalls einstimmig abgesegnet wurden.

Gewerbesteuer stabil


Der Haushaltsentwurf, der bereits im Gremium vorberaten worden war, wurde in den wichtigen Punkten durchgesprochen. Höcherl verglich die Finanzen mit den Vorjahren und gab einen Ausblick. So schließt der Verwaltungshaushalt 2016 in den Einnahmen und Ausgaben mit 1 801 061 Euro und der Vermögenshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 1 415 515 Euro. Die Hebesätze für die Gemeindesteuern bleiben sowohl für die Gewerbesteuer als auch für die Grundsteuer bei 300 Prozentpunkten. Die Maßnahmen im Vermögenshaushalt 2016 belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro.

Besonders hervorzuheben ist der Breitbandausbau mit 1,1 Million Euro. Dafür gibt es aber auch Zuwendungen in Höhe von 874 000 Euro. Somit müssen lediglich 71 000 Euro aus den Rücklagen entnommen werden. Eine Kreditaufnahme ist nicht notwendig. Der Schuldenstand wird zum Ende des Jahres 2016 auf 387 500 Euro zurückgehen. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 306 Euro pro Einwohner.

Für das Jahr 2016 werden Gewerbesteuereinnahmen von 120 000 Euro erwartet, der Einkommensteueranteil schlägt mit 460 000 Euro zu Buche. In seinem Ausblick hielt Höcherl aufgrund von mehreren gewichtigen Investitionen in den Jahren 2017 bis 2019 eine Kreditaufnahme von 240 000 Euro für notwendig. Löschfahrzeug für die Feuerwehr Pertolzhofen, Bau eines Mehrgenerationenplatzes, alter Pfarrhof Niedermurach, Ausbau der Dietersdorfer Straße, Teerung der Gemeindeverbindungsstraße Enzelsberg-Dürnersdorf und die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle über das KIP-Programm sind Investitionen, die die Gemeinde stemmen möchte.

Ausgaben im Blick


Allerdings sollten Kostensteigerungen vermieden werden, meinte der Kämmerer und empfahl, den Blick auf die Entwicklung der Ausgabenseite zu lenken. "Die Finanzsituation der Gemeinde ist geordnet, jedoch nicht mehr ganz so gut wie in den zurückliegenden Jahren", sagte Höcherl. Ein weiterer Artikel folgt.

Die Finanzsituation der Gemeinde ist geordnet, jedoch nicht mehr ganz so gut wie in den zurückliegenden Jahren.Kämmerer Sebastian Höcherl
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