„Kein Sofa zum Ausruhen“

Neumitglieder sowie Jubilare mit 50- bis 70-jähriger Mitgliedschaft eint der Glaube, wenn sie zusammen mit Pfarrer Herbert Rösl (links) das Fest der Herz-Mariä-Bruderschaft in der Pfarrei Niedermurach feiern. Bild: boj
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Niedermurach
10.08.2016
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Seit 1865 besteht die "Bruderschaft des heiligen und unbefleckten Herzens Mariä zur Bekehrung der Sünder". Beim Gedenktag rückte auch der Ursprung dieser Gebetsgemeinschaft in den Fokus.

Mit einem feierlichen Gottesdienst und Ehrungen beging die Pfarrei Niedermurach ihr Bruderschaftsfest, das in früherer Zeit dem Fronleichnamstag ebenbürtig war. Im 151. Jahr ihres Bestehens konnte die Bruderschaft zwei neue Personen aufnehmen und zahlreiche Mitglieder für langjährige Treue ehren. Die Organisation geht zurück auf Abbé Charles Eleonore Dufriche-Desgenettes, der mit der rückläufigen Zahl von Gottesdienstbesuchern haderte. Während einer Messfeier in der Basilika "Unserer Lieben Frau von den Siegen" in Paris hatte der Geistliche eine Eingebung: "Weihe deine Pfarrei dem heiligen und unbefleckten Herzen Mariens, Zuflucht der Sünder!"

Parallelen zur Gegenwart


Von da an (1836) gab es einen religiösen Wandel, und die "Andacht zum reinsten Herzen der Gottesmutter" nahm einen besonderen Aufschwung. Parallelen zu dem schwindenden Interesse am Glauben in modernen Zeiten liegen da auf der Hand. Angesichts von Gewalt, Terror und Unfrieden in der Welt, im eigenen Land und in nächster Umgebung stellte Pfarrer Herbert Rösl in seiner Predigt die Frage: "Wohin steuert unsere Gesellschaft?". "Wir können vor so vielerlei Auseinandersetzungen den Kopf nicht in den Sand stecken", betonte er und forderte die Anwesenden auf, oberflächliche Zeitgeistströmungen zu meiden und christliche Werte zu vertreten. "Christsein ist kein Sofa zum Ausruhen", gab der Seelsorger zu verstehen und zitierte Papst Franziskus, der sich beim Weltjugendtag ähnlich geäußert hatte.

Um sich als wache Christen von Gott berühren zu lassen, führt ein Weg über Maria, der großen, mütterlichen Fürsprecherin. Eine gute Möglichkeit, diesen Weg zu beschreiten, ist die Herz-Mariä-Bruderschaft. Sie zeichnet sich aus in der Verehrung Mariens als Vorbild in der Erfüllung des Willens Gottes und als Zuflucht der Sünder. Die Mitglieder sind angehalten, sich um ein christliches Leben zu bemühen, regelmäßig Gottesdienste zu besuchen, nach Möglichkeit Aufgaben in der Pfarrei zu übernehmen sowie täglich ein "Ave Maria" zu Ehren der Muttergottes und zur Bekehrung der Sünder zu beten.

Einfluss mit Gebet


Pfarrer Herbert Rösl forderte die Pfarrgemeinde auf, vor dem Hintergrund von Christenverfolgung, Vertreibung und Flucht, vertrauensvoll die Hilfe Mariens anzurufen und durch das Gebet Einfluss auf das unheilvolle Geschehen zu nehmen. Eine Prozession und die Ehrung langjähriger Mitglieder schlossen sich an.

EhrungenJubilare

50 Jahre Mitgliedschaft: Katharina Fichtl, Martin Kiener, Renate Pregler, Franz Prey, Martin Prey, Erna Scharf, Agnes Waltl, Marianne Wendl.

60 Jahre Mitgliedschaft: Leonhard Bayerl, Katharina Eckl, Albert Fröhler, Hubert Fuchs, Katharina Meier, Helmut Ulrich.

65 Jahre Mitgliedschaft: Rita Dietl, Erika Fahmüller, Marianne Kirschenbauer, Anna Melan, Marianne Merthan, Maria Mulzer, Josef Niederalt, Theresia Röhrl, Theresia Schießl, Barbara Schwammberger, Franziska Zahner.

70 Jahre Mitgliedschaft: Margareta Babl, Anna Bauer, Franziska Bock, Heimtrud Bogedaly, Anna Fröhler, Konrad Fröhler, Theresia Hörl, Erika Müller, Marianne Schwendner, Margareta Stadlbauer, Alois Stigler, Georg Stigler (Reichertsmühle).

Neumitglieder

Maria Kiener senior, Rottendorf; Andrea Schlagenhaufer, Enzelsberg. (boj)
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