Kreisfachberaterin Heidi Schmid beim Gartenbauverein
Gefährliche Pflanzen

Vermischtes
Niedermurach
15.04.2016
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Niedermurach-Pertolzhofen. Mit dem Dank an die Aktiven des Gartenbauvereins Pertolzhofen begann Kreisfachberaterin Heidi Schmid bei der Jahreshauptversammlung (wir berichteten) ihren Vortrag. Der Verein stehe für Frauenpower; in Pertolzhofen werde viel ehrenamtlich gearbeitet, aber auch gefeiert und den Mitgliedern Abwechslung geboten.

Nach der Vorstellung des Jahresprogramms des Kreisverbandes, in dem die Quitte im Mittelpunkt steht, referierte sie zum Thema "Neophyten - Vorkommen und Verbreitung gebietsfremder Pflanzen." Etwa 30 Neophyten gelten als problematisch, da sie einheimische Arten verdrängen und zum Teil zur Gefahr für Mensch und Tier werden. Am bekanntesten und auch bei uns vorkommend ist das Drüsige Springkraut, eingeführt als Zierpflanze und von Imkern gefördert als wertvolle Nahrungspflanze für Wildbienen und Hummeln bis in den Spätherbst. Die rosa Blüten sind mild-süßlich und als Deko und in Salatgerichten essbar. Die Ausbreitung erfolgt rasant bei bis zu 4000 Samen pro Pflanze. Sie verdrängt dadurch andere bodenbefestigende Arten und es führt zum Abrutschen der Uferbereiche.

Gefährlich für Menschen sei der Riesen-Bärenklau, da er bei Berührung in Verbindung mit Sonnenlicht verbrennungsähnliche Hautschäden verursacht. Das beifußblättrige Traubenkraut Ambrosia kann mit bis zu 60 000 Samen pro Pflanze und einer Keimfähigkeit von bis zu 40 Jahren alles überdauern. Sie kann Allergien auslösen, häufig mit Asthma. Die Verbreitung läuft anfangs meist übers Vogelfutter (Vorsicht rund ums Futterhäuschen) oder über Wildacker/Sonnenblumenfelder.

Das Jakobskraut ist vor allem für das Weidevieh gefährlich, da es eine hochgradig giftige Pflanze ist. Sie wirkt stark leberschädigend, Embryonen- und erbgutschädigend und zerstört das zentrale Nervensystem. Bei der Bekämpfung der Neophyten kann das alljährliche Abmähen oder Mulchen vor der Blüte und Samenbildung zum Eindämmen führen.
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