Kunstverein macht sich für Skulpturen-Pfad stark
Stabilisatoren für die Außenwelt

Der Kunstverein, hier das neu gewählte Vorstandsteam mit Vorsitzendem Heiko Herrmann (Dritter von links) und seinem Stellvertreter Rainer Eiser (Zweiter von rechts), macht sich für einen Skulpturen-Pfad stark. Bilder: Bugl (2)
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Niedermurach
08.07.2016
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Dieser Vorschlag von Künstler Heiko Herrmann für den Skulpturen-Pfad - hier noch als Modell aus Styropor - trägt den Titel "Außenwelt-Stabilisatoren".

Noch kann man nur erahnen, welche Figuren sich bald am Bayerisch-böhmischen Freundschaftsweg zwischen Pertolzhofen und Niedermurach tummeln werden. Einen Skulpturen-Pfad hat der Kunstverein hier geplant. Inzwischen gibt es mehr als nur eine Idee.

-Pertolzhofen. Im Atelier des Künstlers steht bereits ein Entwurf. Noch ist das Modell aus weißem Styropor allerdings recht anfällig für Naturgewalten oder eine allzu eingehende Untersuchung. Das soll sich ändern, wenn es erst mal aus Metall besteht. Und das Werk mit dem Titel "Außenwelt-Stabilisatoren" soll nicht allein bleiben.

"Ich stelle mir vor, dass der Kunstverein bei mehreren Künstlern Skulpturen kauft, dafür aber nur den halben Preis zahlt und für die andere Hälfte eine Spendenquittung ausstellt", so die Überlegungen von Kunstvereinsvorsitzendem Heiko Herrmann. Das sei allerdings ein Langzeitprojekt. "Wir sind ja schließlich kein Millionärsverein", schränkt Herrman bereits im Vorfeld der Jahreshauptversammlung ein.

Hilfe für Fundament


Bei der Sitzung im Atelier des Kunstvereinsvorsitzenden war der Skulpturen-Pfad dann auch das Schwerpunktthema. Ungefähr zehn Plätze am Radweg auf der Strecke von Pertolzhofen nach Niedermurach kämmen als Standort für Skulpturen in Frage, berichtete Herrmann, der den Weg bereits per Fahrrad erkundet hat. Vonseiten der Gemeine bestehe die Bereitschaft, dem Verein bei der Aushebung der Fundamente unter die Arme zu greifen.

Bleibe als Hauptproblem die Finanzierung. Darüber entspann sich dann auch eine Diskussion unter den Vereinsmitgliedern. Sollte angesichts der limitierten Mittel des Vereins die Summe pro Skulptur auf einen Kostenrahmen von 5000 Euro begrenzt werden? Das Echo auf diesen Vorschlag war gespalten. Kunstförderung vertrage sich nicht mit einem Kuhhandel, hieß es, und von einer Spendenquittung profitiere auch nur einer, der genug verdient. Dass das mit den Preisen für Kunst etwas kompliziert ist, wusste auch Künstler Heiko Herrmann: Künstlerkollege Martin Schneider habe mal auf die Frage nach dem Preis einer kleinen Granit-Figur die Summe von 10 000 Euro genannt. "Aber der Stein war mal viel, viel größer, und er hat da ein ganzes Jahr hingearbeitet, da sind dann 10 000 Euro gar nichts mehr."

Wie der Kassenbericht ergab, sind derzeit rund 8000 Euro in der Kasse des Kunstvereins. 4000 Euro würde die Skulptur von Herrmann als erstes Objekt auf dem Radweg kosten, wenn sie in Eisen gegossen wird. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder dafür aus, nun zunächst ein schriftliches Konzept für den Pfad zu entwickeln und Fördertöpfe zu eruieren. Auch beim Landrat und bei diversen Sponsoren will der Kunstverein mit möglichst konkreten Vorschlägen anklopfen.

Vorsitzender bestätigt


Mit der Federführung wurde das Vorstandsteam betraut. Was dann ausgewählt wird und für den populären Radweg infrage kommt, darüber will dann der Kunstverein entscheiden, der bei den Neuwahlen den bisherigen Vorsitzenden Heiko Herrmann einstimmig im Amt bestätigte (siehe Infokasten).

NeuwahlenDas neue Vorstandsgremium des Kunstvereins setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen. Vorsitzender Heiko Herrmann, Stellvertreter Rainer Eiser, Kassier Josef Eckl, Schriftführerin Rosi Herrmann, Beiräte: Christoph Forster. Oskar Deichner, Thomas Bauer und Franz Prey, Kassenprüfer: Franz Forster und Eduard Segerer. (bl)
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