Schule, Wasser und Strom fehlen

Die beiden Vorsitzenden der KLB, Monika Gillitzer und Alfons Wittmann, überreichten nach dem Vortrag einen Scheck an Pater Thomas. Bild: weu
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Niedermurach
10.09.2016
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Mehr als 30 Prozent der Kinder sind Waisen und Strom ist ein Fremdwort. Pater Thomas hatte noch mehr Details über Uganda auf Lager. Mit 2000 Euro kann er einiges bewirken.

90 Prozent der Bevölkerung Ugandas leben in Armut und haben keine feste Arbeit. Mehr als 30 Prozent der Kinder sind Waisen. Nur 5 Prozent der Menschen haben Strom. Mit diesen für europäische Länder unvorstellbaren Lebensbedingungen konfrontierte der Missionar des Hl. Franz von Sales, Pater Thomas, die Gäste, die auf Einladung der Katholischen Landvolk Bewegung (KLB) ins Gasthaus Gillitzer gekommen waren.

Vorsitzender Alfons Wittmann stellte den Geistlichen, der aus Indien stammt und unter anderem in München studiert hat vor und betonte, dass Pater Thomas einige Jahre in Undorf als Pfarrer gewirkt hat und zur Urlaubsvertretung in Sinzing eingesetzt ist. "Der persönliche Kontakt ist uns sehr wichtig", so begründete Wittmann die anschließende Scheckübergabe in Höhe von 2000 Euro an Projektleiter Pater Thomas.

Dieser stellte das "Foster-Projekt" vor, für das er sich in Jyolwa, einem Gebiet in Uganda, einsetzt. Mit diesem Projekt, das nach den Anfangsbuchstaben der englischen Bezeichnung für die "Fransalianische Organisation für soziale Veränderung, Bildung und Erneuerung" benannt ist, soll besonders die Schulbildung verbessert werden durch den Bau und Unterhalt von Schulen. Trinkwasser und Stromversorgung sind weitere Maßnahmen, die dringend erforderlich sind.

Hilfe für die Waisen und Unterstützung der Frauen und Mädchen bei häuslicher Gewalt und Alkoholismus der Männer sind weitere wichtige Ziele. Schließlich erfordert die hohe Quote an Kinder-Schwangerschaften Aufklärung und Hilfe, wofür Frauen für Beratungsdienste ausgebildet wurden. In einem Film und eindrucksvollen Bildern zeigte Pater Thomas auf, wie 180 Kinder in einem Klassenzimmer unterrichtet werden, dass eine Stange Zuckerrohr und eine Flasche Wasser als Mittagessen reichen müssen und wie Benzin in Plastikflaschen verkauft wird. Trotz dieser kargen Lebensumstände überraschten beim Vortrag die Freude und Begeisterungsfähigkeit der Menschen in Uganda, ihre Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft. Die Gäste stellten auch Fragen an den Referenten. Pater Thomas versuchte, einen Eindruck zu vermitteln von der schwierigen Situation der Einwohner, die unter Polygamie, Armut und den Nachwirkungen des Krieges leiden und stellte fest: "Der Missionar ist nicht nur ein Pfarrer, er ist auch Lösungsfinder." Angesichts des großartigen Foster-Hilfsprojekts meinte Alfons Wittmann bei der Spendenübergabe: "Da fällt es einem leicht, Geld zu spenden, wenn man sieht, wie sinnvoll es genützt wird." Die 2000 Euro stammen aus dem Bunten Abend und der Altkleidersammlung.
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