St. Florian gilt als überaus populärer Volksheiliger
Gegen Feuer, Sturm und Dürre

Die Darstellung des heiligen Florian in der Pfarrkirche Niedermurach wie sie vielerorts so oder ähnlich üblich ist. Bild: boj
Vermischtes
Niedermurach
03.05.2016
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St. Florian gilt als überaus populärer Volksheiliger. Sein Gedenktag ist der 4. Mai. Florian wird angerufen gegen Feuer- und Brandgefahren, Kämpfe, Stürme, Unfruchtbarkeit der Felder und große Dürre.

Florianus wurde im 3. Jahrhundert n. Chr. in Österreich geboren, als diese Provinz Teil des römischen Imperiums war. Er diente als Offizier der römischen Armee, machte im Laufe seines Lebens in der römischen Provinzverwaltung Karriere und wurde Kanzleivorstand des Statthalters. In der Zeit der Christenverfolgung (303-304) unter Kaiser Diokletian sollte er vor dem Statthalter Aquilinus dem christlichen Glauben abschwören.

Florianus weigerte sich jedoch standhaft, worauf er gefoltert und zum Tod verurteilt wurde. Die Überlieferung berichtet, dass zunächst niemand bereit war, die Hinrichtung an Florianus zu vollziehen. Schließlich stieß ein wütender junger Mann ihn doch mit einem Mühlstein um den Hals ins Wasser der Enns. Dargestellt wird Sankt Florian als römischer Legionär mit Fahne, Wasserkübel und einem brennenden Haus, manchmal auch mit einem Mühlstein am Hals. Ursprünglich stand der Wasserkübel für das Ertränken. Erst im 15. Jahrhundert setzte sich - anchließend an die Tradition vom "Wasserheiligen" - die Überlieferung durch, dass er ein brennendes Haus durch sein Gebet gerettet haben soll, die heute seine Bedeutung begründet.

"Floriansjünger"


Er gilt als Schutzpatron der Bäcker, Kaminkehrer, Bierbrauer, Gärtner, Böttcher, Töpfer, Schmiede und natürlich der Feuerwehren. Besonders verbreitet ist seine Verehrung seit jeher in Österreich und Bayern. In den Feuerwehren ist Sankt Florian allgegenwärtig, denn Feuerwehrleute werden auch als "Floriansjünger" bezeichnet und an vielen Gerätehäusern nimmt ein Gemälde, eine Figur oder ein Brunnen Bezug auf den Schutzpatron. Außerdem ist im Funkverkehr zwischen Einsatzkräften mit dem Funkrufname "Florian" ausschließlich eine Feuerwehr gemeint. Ihren Schutzpatron ehren die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf schon seit vielen Jahren mit einem Florianstag, früher zentral mit allen Wehren, heute in den jeweiligen KBM-Bereichen.

Für die Feuerwehren im Bereich von Kreisbrandmeister Christian Weinfurtner ist die e Feuerwehr Niedermurach Ausrichter des Florianstages 2016. Das Programm am Samstag, 7. Mai, sieht folgenden Ablauf vor: Bis 18.30 Uhr Eintreffen der Feuerwehren und Ehrengäste an der Mehrzweckhalle in der Schulstraße; 18.45 Uhr Kirchenzug mit der Edelweiskapelle Pertolzhofen; 19 Uhr Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin; danach Aufstellung an der Kirche und Rückmarsch zur Mehrzweckhalle.

Mit "Rucksackmusi"


Anschließend gemütliches Beisammensein mit Grußworten von Feuerwehrführung und Ehrengästen. Bei bestmöglicher Bewirtung und musikalischer Unterhaltung durch die "Rucksackmusi" aus Oberviechtach ist für einen angenehmen Aufenthalt gesorgt. Auch die Bevölkerung ist zur Mitfeier des Florianstages zum Gedenken an den Schutzpatron der Feuerwehren sowohl zum Gottesdienst als auch zur weltlichen Feier in der Mehrzweckhalle eingeladen.
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