Starkbierfest mit Singspiel begeistert
Dorf beweist Gastfreundschaft

Ergriffen sangen die Pertolzhofener mit ihrem neuen Bürger und dessen Familie die "Berzhofer Hymne". Bilder: frd (3)
Vermischtes
Niedermurach
21.03.2016
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Mit zünftigen Märschen und "Boarischen " heizte die Kapelle "Bayerisch Blech" kräftig ein.

Stimmung wie am Nockherberg gab es am Samstagabend beim Starkbierfest in Pertolzhofen. Der Unterschied zu München ist, dass alle, die ein wenig "derbleckt" wurden, im nächsten Jahr wiederkommen wollen und sich nicht in ihre Schmollwinkel zurückziehen.

-Pertolzhofen. Erst brachte die Musikkapelle "Bayerisch Blech" die zahlreichen Gäste im Vereinsstodl in Stimmung, woran auch das Fuchsberger Starkbier beteiligt war. Dann sorgte über zwei Stunden das "Singspiel" aus der Feder vom Thomas Bauer für Unterhaltung. Die "Derbleckten und ein wenig Vorgeführten" lachten kräftig mit.

Mehrere Szenen


In der ersten Szene des Singspiels traf sich Bürgermeister Martin Prey (Michael Betz) mit Schützenmeister Michael Fuchs (Thomas Schießl), dem Feuerwehrvorsitzenden Michael Urban (Martin Marzak) und dem Sprecher der Vereinsgemeinschaft, Wuni Zwack (Thomas Nirschl) auf dem Pertolzhofener Dorfplatz, um zu beraten, wer den eigentlich als "Flüchtlings-Zugewiesener" kommt und wie man sich darauf vorzubereiten habe. Da es sich um den "Migranten", den "reichen Aladin aus Dylierien" handelt und dieser 6 Frauen und 17 Kinder mitbringt, galt es, für ihn und seine Familie ein würdiges Domizil zu finden. Dazu hielten sie den noch schnell renovierten "Bayerischen Hof" in Pertolzhofen für gut geeignet. Als Aladin dann zunächst nur mit seiner "Erstfrau" eintraf, musste er sich gleich einer Befragung durch die Amtsrätin vom "Amt für Imitation" unterziehen, wobei die Übersetzerin (Franziska Ficht), welche die "dylierische Sprache" fließend beherrschte, ihren Spielraum weidlich ausnutzte und sich dabei in einer Paraderolle befand.

Land und Leute


Während sich die Erstfrau mit den Worten "nur nicht nach Rottendorf" gegen das Wohnen in einem Nachbarort wehrte, war Pertolzhofen die mit Abstand beste Lösung. Natürlich mussten dem hohen Gast und zukünftigen Pertolzhofener auch "Land und Leute" vorgestellt werden, wozu auch die große Nachbarstadt Oberviechtach gehörte, die schlichtweg als "einzige Baustelle" abgetan werden musste. Eine feste Größe in der Region ist natürlich Bürgermeister Martin Prey, bei dem das Wort "Bio" besonders groß geschrieben wird und der auch ein Herz für Flüchtlinge hat. Doch bei so einer Großfamilie benötigte er dann doch die Unterstützung einiger Berater. Auch die "stärkste Frau von Pertolzhofen" ist Aladin vorgestellt worden, doch obwohl sie sogar ein hohes Laienamt in der Kirche bekleidet, scheint sie gar nicht so brav zu sein, wie es den Anschein hat. Mitten in der Befragung hatte Aladin plötzlich große Lust auf seine "Erstfrau", vielleicht auch, weil er vom Besuch eines Hamburger Erotikshops durch einige Pertolzhofener Frauen hörte, die dort einen "besonderen Artikel" in Bewegung, aber nicht mehr zum Stillstand bringen konnten.

Auch die Fusion der beiden Fußballmannschaften von Niedermurach und Pertolzhofen kam zur Sprache, die einen unerwarteten "Aufstieg" bescherte. Es stellte sich heraus, dass Feuerwehrchef Michael Urban und Dietmar Schlee selbst Migranten sein müssen, doch das Fazit des Stückes war eindeutig und lautete: "Irgendwann führen alle Wege nach Pertolzhofen."
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