Technik für Schutz und Pflege
Gemeinde Niedermurach investiert in Holzverarbeitung und Brandschutz

Vor Beginn der Gemeinderatssitzung stellten die Bauhof-Mitarbeiter, hier im Bild Ferdinand Reiml (links) und Konrad Schlagenhaufer, den Gemeinderäten die neuen Maschinen zur Holzverarbeitung vor. Im Hintergrund der neue Schlepper, der wahlweise beim Schneeräumen und Mulchen zum Einsatz kommen kann. Bild: frd
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Niedermurach
12.02.2016
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Winterdienst und Heckenpflege sind auch ein Job für die Gemeinde. Neue Geräte dafür haben eine Stange Geld gekostet. Doch auch am Brandschutz darf nicht gespart werden. Teil des Konzepts ist deshalb eine Neuanschaffung für die Feuerwehr Pertolzhofen.

Vor der Gemeinderatssitzung hatten die Mitglieder des Gremiums Gelegenheit, sich im Bauhof selbst von den neuen Geräten zu überzeugen. Bereits im Herbst hatte die Kommune in einen neuen Schlepper mit Schneepflug und Rand-Mulcher investiert. Nun gab es auch noch nagelneue Maschinen zur Hozlverarbeitung zu besichtigen. Rund 5000 Euro hat die Gemeinde für eine Kreissäge, eine Hobelmaschine und für eine Absauganlage ausgegeben.

In der Sitzung stand bereits die nächste Investition auf der Tagesordnung. Sie betraf allerdings nicht den Bauhof, sondern die Feuerwehr. Bereits 2011 hatte die Gemeinde Niedermurach unter Einbeziehung der Feuerwehrführungskräfte des Landkreises, der Mandatsträger und aller Kommandanten ein Brandschutzkonzept erarbeitet. Darin wurde gleich festgelegt, dass in den folgenden Jahren die Feuerwehren Niedermurach und Pertolzhofen neue, den aktuellen technischen Anforderungen genügende Löschfahrzeuge erhalten sollten.

In Niedermurach parkt inzwischen bereits ein Löschfahrzeug vom Typ "TSF-W", jetzt ist die Feuerwehr von Pertolzhofen an der Reihe. Nach allen Abwägungen und Vorgesprächen unter Einbeziehung der Feuerwehrführung hat sich die Pertolzhofener Feuerwehr für ein "Mittleres Löschfahrzeug" (MLF) entschieden, das in Preis und Leistung dem Niedermuracher Modell gleichkommt, jedoch mit einer fest eingebauten Tragkraftspritze ausgestattet ist.

Einem entsprechenden Antrag der Feuerwehr gaben die Gemeinderäte nun statt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Regierung der Oberpfalz der Anschaffung zustimmt. Bürgermeister Martin Prey wurde beauftragt, einen entsprechenden Förderantrag bei der Regierung der Oberpfalz einzureichen und gleichzeitig Antrag auf vorzeitige Beschaffung zu stellen.

Mit Eigenleistung


Festgelegt wurde in diesem Zusammenhang auch der Anteil, den die Feuerwehr an den Kosten zu tragen hat. Ihre Eigenleistung soll zehn Prozent des Betrags ausmachen, den die Gemeinde berappen muss - nach Abzug der Gelder die es von Freistaat und Landkreis gibt. Mindestens eine Summe von 10 000 Euro soll die Feuerwehr beitragen, auch das wurde in diesem Zusammenhang gleich festgeschrieben. Nach Vorliegen des Förderbescheides oder der Zustimmung auf vorzeitige Beschaffung soll die Verwaltung eine Ausschreibung in die Wege zu leiten. Bleibt nur noch abzuklären, ob die Beschaffung im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit möglich ist, so der Tenor bei der Gemeinderatssitzung.

Lediglich Formsache war die Bestätigung der neu gewählten ersten und zweiten Kommandanten der Feuerwehr Rottendorf, Michael Rückl und Andreas Zitzmann. Gleiches galt für den Kommandanten der Niedermuracher Wehr, Gerhard Fleck, und seinen Stellvertreter Wolfgang Pflug. Noch erforderliche Lehrgänge können die Kommandanten innerhalb eines Jahres nachholen.

Bei einem weiteren Punkt auf der Tagesordnung war nicht die Gemeinde der Investor. Das Gremium stimmte dem Antrag von Michael Salomon auf Abbruch des bestehenden Stallgebäudes und Neubau einer Maschinenhalle für landwirtschaftliche Geräte zu. Keine Einwände gab es auch gegen den Antrag von Maria Anna und Ulrich Graf auf Errichtung von Dachgauben und einer Schmutzschleuse.

Konzept für E-Bikes


Die Entscheidung über den Antrag des Vereins Naturpark Oberpfälzer Wald auf Öffnung eines verrohrten Zulaufgrabens zum Döferingbach in Rottendorf wurde vertagt bis zu einem Ortstermin mit Fachleuten. Nicht beteiligen will sich die Gemeinde nach einer längeren Beratung am Leader-Kooperationsprojekt "E-Bike-Ladestationen", vielmehr will man ein eigenes Konzept erarbeiten.

Um einen Breitbandanschluss mit schnellem Internet für alle Bürger zu erreichen, wurde bereits ein Vertrag mit Amplus unterzeichnet. Nun hat sich der Gemeinderat außerdem dafür ausgesprochen sich am Breitbandförderprogramm des Bundes zu beteiligen und dabei eine interkommunale Zusammenarbeit im Landkreis Schwandorf anzustreben.

AuftragsvergabenBürgermeister Martin Prey gab eine Reihe von Beschlüssen aus der nichtöffentlich Sitzungen bekannt: Der Gemeinderat hat für Arbeiten zur Wasserversorgung und die Abwasseranlage Voggendorf-Reichertsmühle Aufträge in Höhe von 85 178,24 Euro ( brutto) an die Firma Michael Baumer, Hoch- und Tiefbau GmbH & Co KG in Oberviechtach vergeben. Der Auftrag zur Lieferung von Geräten für die Holzbearbeitung im Bauhof ging an die Firma Huber in Oberviechtach. Es handelt sich um Kreissäge, Hobelmaschine und Absauganlage mit Kosten in Höhe von 4986,10 Euro (brutto). (frd)
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