Wehr wächst an ihren Aufgaben

Vereinsabordnungen bildeten den festlichen Rahmen bei der Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges der Niedermuracher Feuerwehr. Bilder: boj (3)
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Niedermurach
16.08.2016
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Zielspritzen mit der Kübelspritze kostete etwas Geschick und Kraft, machte den Kindern aber Spaß.

Die Feuerwehr Niedermurach ist stolz auf ihren neuen Mannschaftstransportwagen. Bei der Segnung des Fahrzeugs herrschte eitel Sonnenschein. Dass die anfängliche Kritik zum Ankauf verstummt ist, hat mehrere Gründe.

Von idealem Wetter begleitet, verbuchte die Feuerwehr Niedermurach einmal mehr ein erfolgreiches Sommerfest. Höhepunkt war die Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges. Die einst kritischen Stimmen zu dessen Ankauf konnten weitestgehend entkräftet werden.

Gäste aus Oberbayern


War der Besuch beim Frühschoppen noch etwas verhalten so änderte sich dies zusehends, je näher die Mittagszeit rückte. Die mit Essenszubereitung Beschäftigten waren dabei über längere Zeit voll ausgelastet. Treue Gäste, die am Nachmittag nicht zu Konkurrenzveranstaltungen in der Umgebung aufbrachen, machten sich bei Kaffee und Kuchen ein paar entspannte Stunden. Die Kinder konnten sich in der Hüpfburg tummeln oder beim Zielspritzen mit der Kübelspritze ihre löschtechnischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Sehr erfreut zeigten sich die Niedermuracher Feuerwehrleute über den Besuch der Feuerwehr Hettenshausen bei Pfaffenhofen (Oberbayern), zu denen seit einiger Zeit freundschaftliche Verbindungen bestehen. Eine starke Gruppe hatte sich mit Bürgermeister Hans Wojta eingefunden, um das Fest mitzufeieren.

Im Mittelpunkt stand an diesem Festtag natürlich die Segnung des neuen Mannschaftstransportwagens (MTW). Um 18.15 Uhr formierte sich der Kirchenzug mit den Feuerwehren aus dem KBM-Bereich Weinfurtner und den Ortsvereinen unter Salutschüssen der Böllergruppe der Murachtaler Schützen.

Beim Gottesdienst wies Pfarrer Herbert Rösl darauf hin, dass bei Einsätzen den Feuerwehrleuten entsprechende Ausrüstung zur Verfügung stehen müsse, aber auch Vertrauen auf Gottes Hilfe angebracht sei. Auf dem Parkplatz an der Kirche erteilte Pfarrer Herbert Rösl im Beisein von Abbé Francois Emile Tene (Urlaubsvertretung) und Diakon Heinrich Mertan dem neuen Einsatzfahrzeug den kirchlichen Segen. Vorsitzender Reinhard Höhbauer begrüßte dazu die Vereinsabordnungen, die Feuerwehrführung mit KBI Richard Fleck, KBM Christian Weinfurtner Ehrenkreisbrandrat Siegfried Hammerer und Ehrenkreisbrandmeister Alfred Schießl sowie Bürgermeister Martin Prey, Altbürgermeister Rainer Eiser.

Höhbauer erwähnte die kritischen stimmen im Vorfeld des Ankaufs, welche die Notwendigkeit der Anschaffung in Frage stellten. Doch nach rund einem Jahr im praktischen Einsatz können die Feuerwehraktiven die Sinnhaftigkeit der Investition für den MTW im Hinblick auf Alarmeinsätze und für die Arbeit mit der Jugendfeuerwehr nur bestätigen. Der damals hohe Rabatt des Fahrzeugherstellers (39 Prozent auf den Listenpreis, bedingt durch eine Absatzflaute), und ein Zuschuss in Höhe von 10 500 Euro vom Freistaat Bayern eröffneten der Feuerwehr die Möglichkeit, ein neues Fahrzeug mit Listenpreis über 40 000 Euro für weniger als 15 000 Euro zu erwerben. Die Anschaffung finanzierte die Feuerwehr komplett aus der Vereinskasse. Für die feuerwehrtechnische Ausrüstung bewilligte die Gemeinde 5000 Euro.

"Es ist schön zu sehen, wie die Feuerwehr Niedermurach an und mit ihren Aufgaben wächst", freute sich Kreisbrandinspektor Richard Fleck und respektierte den innovativen Weitblick der Vereinsmitglieder. Der MTW sei eine sinnvolle Ergänzung zum Löschfahrzeug und eine echte Bereicherung für die so wichtige Nachwuchsarbeit.

Jugendarbeit optimieren


Auch Bürgermeister Martin Prey begrüßte die Anschaffung und bezeichnete sie als Investition in eine verbesserte Einsatzfähigkeit der Aktiven und in die Optimierung der Jugendarbeit. Er dankte den Jugendwarten für ihren zukunftsweisenden Einsatz und ließ daran keinen Zweifel: "Wer die Jugend vernachlässigt, verspielt seine Zukunft". Dem kirchlichen Teil schloss sich ein stimmungsvoller Abend bei schneidiger "Quetschen-Musik" an, der sich trotz aufkommender Kühle bis weit nach Mitternacht hinzog.
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