Mehrfach überschlagen

Direkt neben einem Marterl verunglückte das Auto bei Nittenau, der Fahrer starb. Bild: Mayer
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Nittenau
15.06.2015
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Zwei tödliche Unfälle erschüttern am Wochenende die Region. Die Polizei musste jeweils nachts ausrücken. In einem Fall war die Ortung des Unglücks nicht einfach.

(nt/az) In Nittenau im Landkreis Schwandorf wurde am frühen Sonntag ein 23-Jähriger getötet, als sein Auto von einer Staatsstraße abkam und sich mehrfach überschlug. Der Wagen kam auf einem angrenzenden Feld zum Stehen und blieb auf dem Dach liegen. Die drei Begleiter des jungen Mannes - ein Schwandorfer sowie eine Frau und ihr Mann aus Nittenau - wurden schwer verletzt.

Zunächst herrschte Unklarheit über das Geschehen. Gegen 2.30 Uhr meldete sich ein Anrufer per Notruf bei der Polizei und teilte in gebrochenem Deutsch einen schweren Unfall mit. Der Mann befand sich in dem verunglückten Wagen. Die genaue Örtlichkeit konnte er nicht angeben. Über die Einsatzzentrale der Polizei wurde eine Handy-Ortung veranlasst, die zum Erfolg führte.

In dem Fahrzeug hatten sich vier Personen befunden. Drei von ihnen hatten Verkehrsteilnehmern aus dem Wrack befreit, der vermeintliche Fahrer, ein 23 Jahre alter Mann aus Schwandorf, war aus dem Fahrzeug geschleudert worden. Für ihn gab es keine Rettung mehr. Er verstarb kurze Zeit später an der Unfallstelle. Die Feuerwehren hatten noch das Getreidefeld, in dem der Pkw lag, mit Wärmebildkameras abgesucht. Besonders tragisch: Vor geraumer Zeit verunglückte an der gleichen Stelle ein Verkehrsteilnehmer tödlich.

Fußgänger stirbt auf A93

Mysteriös ist ein Unfall auf der A 93 von Samstagmorgen. Ein 37-Jähriger aus dem Landkreis Neustadt/WN war bei Altenstadt/WN auf der rechten Spur unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Ein Auto erfasste ihn, er wurde durch die Windschutzscheibe des Fahrzeugs geschleudert. Er starb noch an der Unfallstelle, der 38-jährige Fahrer des Wagens aus dem Landkreis Wunsiedel wurde leicht verletzt. Wieso der Mann zu Fuß auf der Autobahn unterwegs war, blieb zunächst unklar. Ein Gutachter soll den genauen Unfallhergang klären. Der Pkw ist zur Beweissicherung sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Weiden ordnete die Obduktion der Leiche an. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Hof von 3.30 bis 6 Uhr gesperrt.

Bereits am Freitagabend wurde in Rieden am Forggensee im Allgäu ein Motorradfahrer bei einem Unfall getötet. Eine 31 Jahre alte Frau hatte den Biker mit ihrem Wohnmobil beim Abbiegen erfasst, wie die Polizei mitteilte. Der 26-Jährige wurde in das Fahrzeug geschleudert und so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Die Fahrerin des Wohnmobils erlitt einen Schock.

Kutscher tödlich verletzt

Ebenfalls bereits am Freitagabend kam in Merching (Kreis Aichach-Friedberg) ein Kutscher bei einem tragischen Unfall nach einer Hochzeit ums Leben. Der 74-Jährige hatte nach Angaben der Polizei zunächst das Hochzeitspaar transportiert.

Auf dem Heimweg versuchte er dann bei hoher Geschwindigkeit, die Kutsche leicht nach links zu lenken, während die Pferde in die Gegenrichtung zogen. Ein Rad touchierte den Bordstein, die Kutsche wurde ausgehebelt. Gleichzeitig wurde das Gefährt weiter beschleunigt, weil die Pferde durch den Knall erschraken. Der 74-Jährige verlor das Gleichgewicht und stürzte vom Kutschbock.
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