„Freue dich, es ist Advent“
Feierstunde in der Pfarrkirche

Kirchenmusiker Rainer Blommer an der Orgel und sein Enkel Andre an der Trompete harmonierten im Zusammenspiel.
Kultur
Nittenau
22.12.2015
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"Freue dich, es ist Advent", unter diesem Leitmotiv stand die vorweihnachtliche Feierstunde in der Pfarrkirche Mariä Geburt. Das traditionelle Konzert ist längst mehr als ein Geheimtipp zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest, wie die Besucherzahl zeigte.

"Es tut gut, einfach zur Ruhe zu kommen, abschalten zu können", hieß Stadtpfarrer Adolf Schöls die Zuhörer willkommen. Einer seiner Ministranten habe gesagt, die ruhige Zeit beginne erst nach der staaden Zeit - ein Eindruck, den viele Zeitgenossen hätten. "Jetzt einfach mal nichts tun und sich einstimmen lassen auf das Fest der Geburt Christi", riet der Geistliche den Anwesenden. Die Stadtkapelle hatte zuvor bereits den Andachtsjodler gespielt. Rainer Blommer entpuppte sich als Meister an der Orgel, mit dem Präludium und der Fuge von Josef Seeger.

Unter seiner Leitung steht auch die Chorgemeinschaft Nittenau. Sie harmonierte gut bei Werken wie "Unter unser lieben Frauen" von Max Reger und dem volkstümlichen "Rorate". Rainer Blommer leitet auch den Chor "Subito", der "Du kommst zu uns so still und leise" (Klaus Heizmann) und das bekannte "Amazing Grace" sang. Die Chöre und Instrumentalgruppen wechselten sich ab. So sang der Männerchor unter Leitung von Michaela Kangler-Lang unter anderem "Sancta Maria" von Johannes Schweitzer und "Weihnacht wird's nun wieder" von Karl Weikmann.

Die Flötengruppe unter Leitung von Karin Fink präsentierte mehrere Werke, wie "Drei Nüsse für Aschenbrödel" von Karel Svoboda oder "Stop the Cavalry" von Jona Lewie. Die Stadtkapelle Nittenau brachte das "Kimmt schean hoamli die Nacht" zu Gehör, ehe gemeinsam "Macht hoch die Tür" erklang. Am 8. Dezember hat Papst Franziskus das Heilige Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Pfarrer Adolf Schöls erzählte eine Weihnachtsgeschichte, die darauf abzielte. Sie handelte von einem Jungen, der dem Jesuskind etwas schenken wollte, aber nichts hatte. Das Kind in der Krippe bat um das Bild, das der Junge gemalt hatte. Der wiederum erklärte, dass das Bild zu schlecht sei. Jesus aber gab ihm zu verstehen, dass es ihm immer "das Schlechte" in seinem Leben bringen solle. Dann wollte Jesus den Teller des Kindes haben. Der Bub erklärte, dass er diesen zerbrochen habe.

Das Jesuskind meinte: "Bring mir immer das, was in deinem Leben zerbrochen ist, ich will es wieder ganz machen." Und dann meinte der Bub, dass er den Teller im Zorn auf den Boden geworfen habe. Jesus meinte dazu, dass er ihm immer alles Böse, alle Lügen, Feigheit und Ausflüchte zu ihm bringen soll. "Ich werde dir immer wieder vergeben", so das Kind in der Krippe.

Am Ende sprach Pfarrer Schöls allen Mitwirkenden ein herzliches Vergelt's Gott aus und dankte im Namen der Kolpingsfamilie. Verdienter Applaus brandete auf. Die Spenden werden für die Bestuhlung des Pfarrheims verwendet.
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