Hofer Konzerte gehen zum zehnten Mal über die Bühne
Leise Töne zum Jubiläum

Gerade weil die Burg Hof am Regen so ein ungewöhnliches Ambiente bietet, sind die Konzerte dort so beliebt. Bild: hfz
Kultur
Nittenau
27.05.2016
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Die Hofer Konzerte haben sich in den vergangenen zehn Jahren einen Ruf erarbeitet. Die Burg Hof am Regen, romanisch zurückhaltend und schlicht, ist von außen eher nicht das Gebäude, dem man zutraut, einen Rahmen für klassische Konzerte zu bilden.

Doch wenn man die kleine Kapelle mit den spätgotischen Ausmalungen betritt, ist man berührt von der Architektur, dem hohen Kapellenraum, der für einen Konzert sehr beschränkte Zuschauerraum. Diese intensive Nähe zu den Künstlern ist einer der Gründe, warum die Aufführungen ihr Publikum finden. Man sieht die Spielfreude bei den Musikern, man spürt den Austausch untereinander - und auch die Künstler können auf die Stimmung im Saal direkt reagieren. Die Hofer Konzerte leben also von der leisen Interaktion.

Volks- und klassische Musik


Sie sind mittlerweile in ihrem zehnten Jahr angekommen. Begonnen im Jubiläumsjahr 2007, unmittelbar nach der Restaurierungen 2006, ist es bei dem Dreiklang geblieben: jeweils drei Konzerte an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden. Dies wird heuer erweitert auf drei Konzerte und zwei Lesungen. Auch heuer haben sich die Ensembles wie auch die Autoren ansprechen lassen von der Möglichkeit der leisen Töne.

"I Zefiretti" (Zither, Harfe, Flöte) kommt mit einem zwischen Volks- und klassischer Musik changierenden Programm (Sonntag, 5. Juni, 20 Uhr). Die drei jungen Frauen Regina Frank, Susanne Kaiser und Mina Voet bringen sozusagen den frischen Frühlingswind (Zephir) mit.

Lesungen von Autorinnen


Auch das bekannte Ensemble "... sed vivam" tritt mit Musik aus Shakespeares Zeit und Texten, einfühlsam gelesen von Eva Sixt, am Sonntag, 12. Juni, um 20 Uhr auf. Aufgrund des beschränkten Raums in der Apsis wird ein verkleinerter Chor da sein. Mit Lutz Landwehr von Pragenau gestaltet ein alter Bekannter in Nittenau das 30. Konzert dieser Reihe. Sein Ensemble "Il cardellino", bestehend aus Steve Golubovic und Margarethe Spiecker, lädt die Zuhörer ein an den Hof Friedrichs II. (Sonntag, 19. Juni, 20 Uhr). Als Gast wirkt der Blockflötist Daniel Rothert mit. Lutz Landwehr von Pragenau hat seinerzeit geholfen, diese Konzertreihe aus der Taufe zu heben - so ist die Freude umso größer, hier mitzufeiern.

Gerade weil sich aber erwiesen hat, wie kostbar die Kapelle aus dem 12. Jahrhundert auf gesprochene wie gesungene Sprache reagiert, werden heuer zum Jubiläum an den Mittwochen Barbara Krohn und Marianne Ach aus ihren Werken lesen. Auch die beiden Autorinnen sind Meisterinnen der leisen Töne. Karten kosten für die Konzerte 12 und für die Lesungen 8 Euro und gibt es im Touristikbüro Nittenau unter Telefon 09436/902733.
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