„Il Cardellino“ spielt zum Abschluss der Hofer Konzerte
Zauberhafte Töne beim Jubiläum

Kultur
Nittenau
24.06.2016
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Ist es der Kontrast zwischen dem ruppigen abweisenden Turmbau in Hof am Regen und dem weichen Licht in seinem Inneren? Ist es die schiere Überraschung mancher Konzertbesucher, vom Innenhof der Burganlage in eine (profanierte) Kapelle zu gelangen, die mit Malereien des 15. Jahrhunderts ausgestattet ist? Der Zauber jedenfalls überträgt sich, der Zauber von Ort und Weisen, auch von einer Gemeinschaft zwischen Musizierenden und Zuhörenden.

Diese Unmittelbarkeit ist es wohl, die den Funken fast sichtbar überspringen lässt; und wenn mit dem nunmehr 30. Konzert, dem letzten der 10. Hofer Konzerte, das Feuerwerk wieder verglüht ist, freut an sich bereits schon wieder auf 2017. Dieses 30. Konzert, gestaltet vom Ensemble "Il Cardellino" um Lutz Landwehr von Pragenau mit dem Gastflötisten Daniel Rothert, war nun, als säße man unter den Lüstern von Sanssouci und hörte Friedrich dem Großen bei seinen Lehrstunden bei Johann Joachim Quantz und beim Komponieren zu. Landwehr, der bereits im ersten Jahr 2007 beteiligt war, freute sich sichtlich über die Ehre, dieses Jubiläumskonzert zu gestalten.

Die Freude, die freundliche Atmosphäre, das milde Licht und die hochvirtuose Spielweise der vier (Lutz Landwehr am Cembalo, Margarete Spiecker am Cello, Steve Golubovich, Blockflöten sowie Daniel Rothert, Travers- und Blockflöten) machten den Abend zu einem Erlebnis. Und mitunter hatte man das Gefühl, man hörte siamesische Zwillinge spielen, so präzise setzten sie die Töne - eine zauberhafte Stunde.
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