Kunstbühne Nittenau stellt Programm vor
Offizieller Auftakt der Kunstbühne im März

Thomas Riedhammer will mit der Kulturbühne voll durchstarten und wirbt bereits für die Veranstaltungen, die er auf die Beine gestellt hat. Bilder: doz (2)
Kultur
Nittenau
10.02.2016
255
0
 

Thomas Riedhammer und Sonja Götzer haben viel Zeit und Leidenschaft in die Nittenauer Kulturbühne investiert. Im März fällt nun der offizielle Startschuss. Betreiber Riedhammer gibt sich selbstbewusst und hofft, dass sein Projekt "eine Institution" wird.

Im Juni vergangenen Jahres gab es bereits einen Talent- und Nachwuchstag in der Wulkersdorfer Straße 10. Eine Ukulele-Band ist auch schon aufgetreten. Eine Genehmigung für das Projekt liegt aber erst seit 22. Dezember vor. Der 46-jährige Riedhammer verriet, dass er 25 000 Euro investiert hat.

Herausgekommen ist "Live im Antik - Kulturbühne Nittenau" - ein Veranstaltungsort mit einem besonderen Charme. Die Möbel sind zum Großteil Antiquitäten. Einige Stühle sind über 100 Jahre alt. Die Theke ist Marke Eigenbau. Zu den Toiletten geht es durch eine Schwingtüre, wie man sie aus Western kennt. Sie ist aus einem ehemaligen Bett geschreinert. Sonja Götzer sagt: "Die Dekorationen und Ideen sind die Visitenkarte von Tom."

Der 200 Quadratmeter große Raum diente vorher als Ausstellungsladen, den der unvergessliche Max Götzers einst betrieb, und den die Tochter übernommen hat. Die Werkstatt und die Ausstellung bestehen weiterhin. Auf der Kulturbühne gibt es ab 5. März Kabarett- und Musik-Auftritte (siehe Programm).

Die Künstler übernachten laut dem Betreiber beim Nachbarn, in der Brauereigaststätte Jakob. Die Idee entstand überhaupt erst, weil Götzer und Riedhammer in der Band "Could Mountain" spielen. Er ist Sänger und Songwriter, sie singt ebenfalls und spielt Gitarre. Weil die Band oft auf der Suche nach Spielorten war, entstand die Idee der Kulturbühne. Geöffnet hat "Live im Antik" nur an Konzerttagen. Im Sommer soll es einen Biergarten und eine Freiluftbühne geben. Es ist aber auch möglich, den Raum für Feiern anzumieten.

___



Weitere Informationen:

www..live-im-antik.de

Programm"Mark 'n' Simon" treten am Samstag, 5. März, auf: Mit viel Wortwitz, Improvisation, Slapstick und musikalischen Einlagen parodieren "Mark 'n' Simon" bekannte Stars und Bands wie die Rolling Stones und viele andere. Die zwei Musiker spielen sich durch alle Genres: Pop, Hop-Hop, Schlager und Rock 'n' Roll. Den Mix aus Musik und Comedy nennen die beiden ganz einfach "MusiComedy". Beginn ist um 20 Uhr. Karten im Vorverkauf kosten 16 Euro, an der Abendkasse 17 Euro.

"Uncle Sally" tritt am Samstag, 26. März, auf: Die Jungs spielen Old-Time Music, Folk-Music sowie Bluegrass, gepaart mit Country-Perlen. Die Lieder werden von "Uncle Sally" ausschließlich mit akustischen Instrumenten wie Geige, Gitarren, Banjo, Mandoline und Kontrabass getragen, verfeinert mit vielstimmigen Harmoniegesang. Beginn ist um 20 Uhr. Eine Karte kostet an der Abendkasse 10 Euro.

Hubert Burghardt bietet am Samstag, 9. April, gesellschaftspolitisches Kabarett: Das Programm heißt "Nachher will's keiner gewesen sein!". Darin zeichnet Burghardt das Bild einer abgelenkten Gesellschaft, die bei all der Flut an Informationen den Überblick verloren hat. Mit spitzfindigen Statements, hintergründigen Spielszenen und listigen Liedchen am Klavier skizziert Burghardt, dass die Gesellschaft durchaus nicht zwischen angeblicher Alternativlosigkeit und sogenannten Sachzwängen erstarren muss. Beginn ist um 20 Uhr, Karten kosten im Vorverkauf 15 Euro, an der Abendkasse 16 Euro.

"Flez Orange" ist laut Thomas Riedhammer ein Geheimtipp und tritt am Freitag 15. April auf. Die fünf aus Niederbayern verwirbeln Stile und Klangfarben. Heraus kommt ein unverwechselbaren Sound. Es gibt unter anderem Polkas, Balkangroove und Filmmusik zu hören. Beginn ist um 20 Uhr. Karten kosten im Vorverkauf 15 Euro, an der Abendkasse 16 Euro.

"Die Buschtrommel" (Kabarett) ist mit dem Programm "Dumpf ist Trumpf" am Samstag, 30. April, zu Gast: Das Markenzeichen der "Buschtrommel" ist es, dass sie maulend über die Flüchtlingspolitik, korrupte Baubehörden und das schale Bier herzieht. Das ist nicht nur witzig, sondern auch ausgezeichnet. Britta von Anklang und Andreas Breiing reisen mit 16 Kleinkunstpreise an, die "Die Buchschtrommel" schon erhalten hat. Beginn ist um 20 Uhr. Karten kosten im Vorverkauf 15 Euro, an der Abendkasse 16 Euro.

Der "Weiherer" tritt am Samstag, 7. Mai, mit seinem Soloprogramm "A Liad, a Freiheit und a Watschn" auf: Der Liedermacher singt und musiziert, witzelt und sinniert, schimpft und protestiert. Meist politisch unkorrekt, oft gnadenlos komisch, aber immer beherzt. Seit zwölf Jahren steht der "Weiherer" schon auf der Bühne. Beginn ist um 20 Uhr. Karten kosten im Vorverkauf 15 Euro, an der Abendkasse 16 Euro. (doz)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.