Stadtmuseum beschäftigt sich mit Kopfbedeckungen und bittet um Leihgaben
Stadtmuseum beschäftigt sich mit dem Thema Hut

Kultur
Nittenau
21.01.2016
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Ein alter Hut. Was im übertragenen Sinne für "Oh, wie furchtbar langweilig" stehen kann, ist in Wahrheit ein überaus vielschichtiges Thema. Ob man nun die Kinder immer wieder ermahnt, die Mütze wieder aufzusetzen, oder ob man als Frau mit Hut in die Kirche geht, während der Mann ihn dort absetzen muss, ob man Kopftuch trägt oder nicht und aus welchen Gründen - kaum schaut man ein bisschen genauer auf ein Thema, ergibt sich eine schier verwirrende Vielfalt von Gründen und Wirkungen von Kopfbedeckungen.

Bleibt man bei den Kopftüchern, erinnert man sich schnell an ganz bestimmte Bilder. Etwa wie sie von der Queen, Grace Kelly oder Audrey Hepburn getragen werden. Hochmut und Demut ist mit der Bedeckung des Hauptes ebenso verbunden wie Würde oder Wetterschutz. Was dem einen die Krone oder der Fürstenhut, ist dem anderen das Scheitelkäppchen.

Das Stadtmuseum Nittenau unternimmt heuer den Versuch, dieses Thema unterhaltsam und trotzdem tiefgründig aufzubereiten. Eingebettet ist es in die Kooperation von neun Museen der Oberpfalz, die die "Tracht im Blick" haben.

"Die Oberpfalz packt aus" lautet der Untertitel, und so wird in den Depots geforscht und ausgepackt, was sich an älteren und alten Textilien erhalten hat, und ob das, was man "schon immer weiß", dann auch wirklich so stimmt. Auch wenn es also eine Museumszusammenarbeit ist, sind alte Hüte aus der Bevölkerung willkommen.

Nicht nur die modernen Hüte der Vor- und Nachkriegszeit sind gemeint, sondern auch die in jeder Hinsicht alten Hüte, die Wind und Wetter standgehalten haben - etwa die einzig denkbaren Kopfbedeckungen der Großväter. Mützen, Kappen, Hauben, Hüte, ob sie nun mit der Tracht in Verbindung zu bringen sind oder nicht, werden im Museum gerne als Leihgabe entgegengenommen. Auch Fotografien sind hilfreich. Infos unter Telefon 09436/902729.
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