150 Jahre die Stadt geprägt

Auf den Weg in die Regentalhalle machten sich auch Schirmherr Bürgermeister Karl Bley, Ehrenschirmherrin Staatsministerin Emilia Müller und Landrat Thomas Ebeling (von links).
Lokales
Nittenau
28.04.2015
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Die Schützengesellschaft 1865 Nittenau versteht zu feiern: Das bewies der älteste Verein der Stadt aus Anlass des 150-jährigen Bestehens. Das Fest konzentrierte sich an den beiden Tagen auf die Regentalhalle. Die Organisatoren hatten nichts dem Zufall überlassen.

Es war ein rundum gelungenes Fest, von dem nicht nur die Nittenauer, sondern auch die Teilnehmer noch lange sprechen werden. Über 50 Vereine waren am Samstag auf den Beinen. Die weiteste Anreise legte der Schützenverein Steinbachwald Rauenzell mit 30 Mitgliedern aus dem rund 150 Kilometer entfernten Herrieden zurück.

In der Pfarrkirche Mariä Geburt bot sich ein prächtiges Bild der Fahnenabordnungen. Stadtpfarrer Adolf Schöls zelebrierte den Festgottesdienst, der musikalisch durch Organist Rainer Blommer gestaltet wurde. Die Schützen hätten ein Ziel vor Augen, auf jeden Einzelnen von ihnen komme es an, sagte der Pfarrer. Genauso sei es im Leben, das Ziel der Christen sei Jesus Christus, der jedem Menschen eine Chance gibt, "auch denen, die nicht einmal die Scheibe treffen", sagte Schöls in seiner Predigt. Den Fahnenbändern für die Schützengesellschaft 1865 und ihres Patenvereins, den Edelweißschützen Bergham, spendete er den kirchlichen Segen. Die Fürbitten trugen Mitglieder des Jubelvereins vor, für jede einzelne steckten sie einen Pfeil in die Zielscheibe, die am Altar aufgebaut war.

Langer Festzug

Begleitet von den Klängen der Stadtkapelle schlängelte sich anschließend der beeindruckende Festzug zur Regentalhalle. Die Sollbacher Böllerschützen schossen den dreifachen Ehrensalut für den Jubelverein, jeder Schützenverein wurde mit einem Böllerschuss willkommen geheißen. Schützenmeister Oliver Bojko zeigt sich überwältigt von dem Riesenansturm in der Regentalhalle. Staatsministerin Emilia Müller, die die Ehrenschirmherrschaft übernommen hatte, sagte, dass die Schützengesellschaft 1865 mit dem Beginn der Feierlichkeiten durch einen Gottesdienst ihre Werteorientierung und Heimatverbundenheit bewiesen habe, was Respekt und Anerkennung verdiene.

Als ältester Verein Nittenaus habe dieser die Region geprägt. Ihr Dank galt den Leistungen für die Jugendförderung. Besonders erwähnte sie den früheren Schützenmeister Hans Hasenbach, der in 40 Jahre Vorsitzender war. Der Verein sei von vielen Persönlichkeiten geprägt worden: "Bewahren Sie die Tradition", bat sie, verbunden mit der Gratulation zum Jubiläum.

Landrat Thomas Ebeling gratulierte ebenfalls und wünschte alles Gute "für die nächsten 150 Jahre". Schirmherr Bürgermeister Karl Bley sagte, dass die Schützengesellschaft 1865 der erste Verein der Stadt sei, der auf eine so lange Tradition bauen könne. Bley verwies auf die vielen sportlichen Erfolge und gesellschaftlichen Höhepunkte in seiner wechselhaften Historie. Er wünschte weiterhin so engagierte Mitglieder, die die Kameradschaft pflegen.

Hohe Anerkennung

Schützenmeister Oliver Bojko freute sich über Glückwünsche und Präsente. Franz Brunner, Präsident des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB), dankte der Schützengesellschaft, ihr Jubiläum in den Mittelpunkt des anschließenden Gauballs zu stellen. Besondere Anerkennung verdiene die Errichtung des Vereinsheims. Brunner würdigte die Leistungen von Hans Hasenbach und seiner Frau Renate. An Oliver Bojko überreichte er neben einem Präsent eine Urkunde. Festdame Katrin Lingauer dankte Bojko und dem Festausschuss für die Organisation der Feier.
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