660 000 Euro für Infrastruktur

Die Bahnlinie zur Schotterverladung grenzt an das neue Industriegebiet an. Eine Verlagerung beim Gütertransport auf die Schiene wäre überlegenswert.
Lokales
Nittenau
18.06.2015
2
0

Die Stadt am Regen ist um ein Industriegebiet reicher. Mit der technischen Abnahme wurde am Mittwoch die Erschließung des knapp 4,2 Hektar großen Areals an der Brucker Straße offiziell abgeschlossen. Das Interesse der Wirtschaft an den Grundstücken ist groß.

Wachstum ist nicht nur ein Anliegen der "großen Politik". Auch die Kommunen sind naturgemäß stark an Betriebsansiedlungen und damit der Schaffung von Arbeitsplätzen interessiert. Nittenau besitzt mit dem Bereich "Hirschenbleschen" ein großes Industriegebiet, das unter anderem Krones beherbergt. Nun kam in Nachbarschaft gegenüber der Brucker Straße mit dem Areal Waltenried ein weiteres hinzu.

"Modernste Erschließung"

Am Mittwoch trafen sich Bürgermeister Karl Bley und Josef Fellner von der Verwaltung mit den Vertretern der ausführenden Firma und des Architekturbüros, um vor Ort die Maßnahme unter die Lupe zu nehmen. Bley erinnerte an die Auftragsvergabe im September und den anschließenden Baubeginn. In der Folgezeit wurden bis Ende Mai sämtliche infrastrukturellen Maßnahmen realisiert, von der Abwasserbeseitigung im Trennsystem über den Anschluss an die Fernwärme bis hin zu den Leerrohren für DSL und den Bau der rund 250 Meter langen Straße mit Wendehammer. Vom Kreisel bis zum neuen Industriegebiet erfolgte zudem die Verlegung der Gasleitung. Diese Trasse kann nun von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden.

Der Bürgermeister verwies zudem auf die Bahnlinie zur Schotterverladung am Rande des neuen Industriegebiets. Möglicherweise könne hier auch für die Firmen eine Verladung auf Waggons in Frage kommen. Insgesamt gesehen handle es sich um ein Industrieareal mit modernster Erschließung, so Bley.

Die reine Baufläche von 2,9 Hektar beinhaltet sieben Parzellen zwischen 2000 und 10 000 Quadratmeter. Vier sind bereits verkauft, eines ist reserviert. Als erster Betrieb hat Fenster- und Türenbau Decker die Arbeit bereits aufgenommen. Ansiedeln werden sich eine Kfz-Werkstatt, eine Autowaschanlage und eine Firma für Industriebedarf. Die Stadt investiert in die Erschließung rund 660 000 Euro.

Ein weiterer positiver Aspekt soll in naher Zukunft realisiert werden. Die Rede ist vom Bau der Nord-Ost-Umfahrung in unmittelbarer Nähe. Bekanntlich entsteht bei der Bahnlinie und Brucker Straße eine Unterführung. Mit dieser Maßnahme schließt sich der Umfahrungsring von der Regenstraße herüber zur B 16.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7772)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.