Anpfiff für ein neues Spiel

Lokales
Nittenau
28.07.2015
13
0

Einerseits froh und erleichtert, andererseits mit Wehmut erfüllt: Mit einer Feier am Freitagvormittag endete für die fünf Schüler der neunten Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums ein bedeutender Lebensabschnitt. Jetzt geht's weiter in die Lehre.

Adiemus - mit diesem Lied von Enya begann die Feier in der Aula des Sonderpädagogischen Förderzentrums. "Heute ist für alle Anwesenden ein besonderer Tag", hieß die stellvertretende Schulleiterin, Beate Reichart, neben den Schülern auch die Eltern willkommen. Eingefunden hatten sich auch Bürgermeister Karl Bley und die zweite Bürgermeisterin aus Neunburg, Margit Reichl. "Ihr habt es geschafft- bravo!", sagte Reichart, begleitet vom Applaus der Anwesenden. Den Schülern auf den Weg mitgeben möchte sie die "Lizenz zum Glücklichsein".

"Lizenz zum Glücklichsein"

Eine Zukunft ohne Hürden gebe es nicht, so Reichart, es komme auf die Bilder an, "die ihr in eure Herzen klebt, die ein Lächeln und ein gutes Gefühl ins Herz zaubern". Klassenlehrerin Waltraud Lanzl griff den Gedanken zur "Lizenz zum Glücklichsein" bei der Rückschau auf. Zum Glücklichsein brauche es Verstand. Den Lehrern sei es wichtig gewesen, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern einsichtig zu machen, urteilen und beurteilen zu können, um so zu einer begründeten Entscheidung zu kommen. Dies setze Wissen voraus. Die Schüler engagierten sich bei ihrem Kosovo-Projekt und für jüngere Schüler mit einer Lesepatenschaft.

"Alle haben die Prüfung bestanden", freute sich Lanzl, die auch an die Abschlussfahrt nach Köln erinnerte. Sie hoffe, dass die Lehrer zur "Lizenz zum Glücklichsein" beigetragen haben. Die Schüler überreichten an die Lehrer Präsente. Bürgermeister Karl Bley richtete sein Kompliment an die kreative Gestaltung der Abschlussfeier. Auch im Namen von Neunburgs stellvertretender Bürgermeisterin Margit Reichl verglich Bley das Ende der Schulzeit mit dem Fußballsport. Das Trainingslager sei nun absolviert. Ab heute begeben sich die Jugendlichen auf das Spielfeld der Ausbildung. Hier gelte es, Siege zu feiern, aber auch Niederlagen einzustecken. Bley wünschte ihnen "viele Treffer und Aufstiege". Die jungen Leute seien Hoffnungsträger, die auch auf die Belange der Allgemeinheit achten sollen. Der Bürgermeister bat darum, sich ehrenamtlich zu engagieren. Nicht nur die Lizenz zum Glücklichsein, sondern auch die Lizenz zum lebenslangen Lernen hätten die Entlassschüler erworben.

Lied als Dank

Mit Spannung erwartet wurde die "Zeitreise" mit Lehrer Stephan Ilg, die mit vielen Bildern belegt war. Als Dankeschön für die Übernahme der Lesepatenschaft sangen die Schüler der ersten Klasse ein Abschiedslied, das sie mit ihrer Lehrerin Jutta Winzer-Milde einstudiert hatten. Die Arbeitsgemeinschaft "Schülerzeitung", die regelmäßig das "Aula-Blattl" herausbringt, hatte eine Mappe mit Erinnerungen erstellt, die jeder der Abschlussschüler bekam.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.