Bau- und Umweltausschuss beschließt entsprechende Untersuchung - Auch Konzept für BayWa-Gelände
Verkehrssituation erneut im Fokus

Lokales
Nittenau
28.01.2015
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Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) hat etliche Facetten. Nun empfahl die Regierung als Ergänzung eine Verkehrsuntersuchung und eine teilräumliche Darstellung, das ehemalige BayWa-Gelände betreffend. Der Bau- und Umweltausschuss befasste sich am Dienstagabend mit der Materie und brachte beide Projekte auf den Weg.

Die Verkehrszählungen aus den Jahren 1991 und 2002 sind laut Verwaltung nicht mehr aktuell. Nun solle zur Beurteilung der Verkehrsentwicklung unter Berücksichtigung der bestehenden Umfahrungen sowie des zu erwarteten Baubeginns der Nord-Ost-Tangente eine Verkehrsuntersuchung vorgenommen werden. Dabei stehe sowohl der ruhende, wie auch der fließende Verkehr und das Parkraumkonzept im Fokus. Das BayWa-Areal sei in einem teilräumlichen Entwicklungskonzept darzustellen.

Stadt kann mitreden

Die Gesamtkosten sind mit rund 42 800 Euro veranschlagt. Dazu hat die Regierung eine Förderung in Aussicht gestellt, die bis zu 60 Prozent betragen könnte. Grundsätzlich herrschte Konsens über die Notwendigkeit der Maßnahmen, wobei die Stadt Mitsprachemöglichkeiten besitze. Sie wurden einstimmig gebilligt. Das BayWa-Gelände soll laut Investor bis 2016 in die Entwicklungsphase kommen.

Die Grünen hatten einen Antrag auf Pflege-Patenschaften für Grünflächen im Stadtgebiet gestellt. Es solle ein Anstoß gegeben werden, so Franz Probst. Eine längere Diskussion mündete in den Appell an Privatpersonen oder Gruppierungen, sich dieser Aufgabe zu stellen. Bürgermeister Karl Bley verwies auf positive Beispiele wie die Neuhauser Dorfgemeinschaft. Auch in Asang und Fischbach kümmerten sich Bürger um das öffentliche Erscheinungsbild. Jeder, der Lust habe, könne sich beteiligen und bei der Stadt melden.

Zwei Voranfragen

Das Gremium befasste sich auch mit einer Reihe von Baugesuchen. Sie wurden ohne Ausnahme gebilligt. Darunter befand sich eine Voranfrage auf Errichtung eines Wohn- und Bürogebäudes mit Gästehaus und Nebengebäude östlich von Fischbach. Hier ist auch eventuell eine touristische Nutzung mit Alpaka-Tierhaltung vorgesehen. Das Projekt war bereits Gegenstand der Beratung, wurde aber wegen der Lage abgelehnt. Nun stand der neue Standort zur Disposition. Gegen die Stimme von Johann Frimberger, der vor allem erhöhtes Verkehrsaufkommen befürchtet, wurde die Voranfrage genehmigt.

Am Ortsrand von Entermainsbach soll anstelle der verwaisten Hofstelle ein neues Gebäude entstehen. Das Grundstück liegt im Außenbereich und der größte Teil im ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet. Insofern werden die Fachstellen ein Wort mitreden. Der Ausschuss konnte sich gegen die Stimme von Franz Probst mit dem Vorhaben anfreunden.
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