Baurecht für die Tangente

Lokales
Nittenau
02.10.2014
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Die Auslegungsfrist zur Planfeststellung der geplanten Nord-Ost-Umfahrung ist abgelaufen, es gingen keine Klagen ein. Damit besteht die große Hoffnung, dass die dringend benötigte Entlastung des Berghamer Bereiches zeitnah in Angriff genommen werden kann.

Bürgermeister Karl Bley hat die Nachricht aus Regensburg "sehr erfreut" zur Kenntnis genommen. Wie Regierungssprecher Joseph Karl auf NT-Anfrage mitteilte, seien während der Auslegungsfrist nach dem Planfeststellungsbeschluss keine Klagen eingegangen. Mithin bestehe Baurecht.

Zur Schotterverladung

Die Forderung nach einer Entlastung der Walderbacher- und Brucker Straße vom Schwer- und Pkw-Verkehr besteht bekanntlich seit mehr als 20 Jahren. Darauf verwies der Bürgermeister. Er hofft, "dass es nicht bei den Planungen bleibt, sondern eine Realisierung in kürzester Zeit erfolgt".

Das Staatliche Bauamt, zuständig für diese wichtige Maßnahme, wartet nun auf die Mittelzuteilung aus München. Der nötige Grunderwerb ist dem Vernehmen nach weit fortgeschritten. Sollte das Geld freigegeben werden, könnte möglicherweise 2015 der Baubeginn erfolgen. Dass dieses Projekt "auf den Nägeln brennt", steht außer Frage. Entsprechende Verkehrszählungen bestätigten immer wieder die große Belastung der beiden Hauptverkehrsachsen in Bergham. Auf der neuen Trasse sollen dann auch die Lkw vom Steinbruch Treidling Richtung Schotterverladungsstation rollen. Und noch ein Aspekt sei erwähnt. Mit der Nord-Ost-Tangente wird der Ring der Umfahrungen Nittenaus geschlossen.

Nicht weit von der Einmündung der Umfahrung in die Brucker Straße liegt das neue Industriegebiet "Waltenried", das derzeit erschlossen wird. Die von der Stadt dafür veranschlagten 580 000 Euro zuzüglich Baunebenkosten sind gut angelegt. Sechs der neun Parzellen wurden bereits vergeben, davon vier verkauft und zwei reserviert. Der erste Betrieb wird derzeit errichtet.

Die Erschließung

Insgesamt stehen knapp drei Hektar Baufläche zur Verfügung. Die Erschließung umfasst die Abwasseranlage, die Wasserversorgung, Leerrohre für DSL-Kabel und den Straßenbau, der eine Gesamtlänge von etwa 280 Meter mit Wendehammer aufweist. Der verkehrstechnische Zugang von der Brucker Straße her wird mit Abbiegespuren geregelt. Dies geschieht sinnvollerweise in Zusammenhang mit dem Bau der nahe gelegenen Nord-Ost-Tangente. Bürgermeister Karl Bley verwies im Gespräch mit unserer Zeitung darauf, dass in Zusammenhang mit dem neuen Industriegebiet 3,2 Hektar Ausgleichsfläche geschaffen werde. Für Informationen mit Blick auf die noch vakanten drei Parzellen stehe die Stadt zur Verfügung.
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