Bei Überschlag tödlich verletzt

Nach Abschluss der Ermittlungsarbeiten brachte die Feuerwehr das Wrack auf die Räder. Der vermeintliche Fahrer, ein 23-jähriger Mann aus Schwandorf, hatte bei dem Unfall keine Überlebenschance. Bilder: Mayer (2)
Lokales
Nittenau
15.06.2015
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Er hatte keine Überlebenschance, seine Mitfahrer wurden schwerverletzt. Erneut ereignete sich am Sonntagmorgen auf der Staatsstraße 2145 kurz vor Nittenau ein schwerer Unfall, der ein Todesopfer forderte. Zudem blieben vor Ort einige Fragen offen.

Zunächst herrschte Unklarheit über das Geschehen. Gegen 2.30 Uhr meldete sich ein Anrufer per Notruf bei der Polizei und teilte in gebrochenem Deutsch einen schweren Unfall mit. Der Mann befand sich in dem verunglückten Wagen. Die genaue Örtlichkeit konnte er nicht angeben. Über die Einsatzzentrale der Polizei wurde eine Handy-Ortung veranlasst, die zum Erfolg führte.

Es ging ein Großalarm an die Rettungskräfte hinaus. Neben drei Rettungswägen des BRK und dem Notarzt kamen die Feuerwehren Nittenau, Bergham, Kaspeltshub und Bruck an die Unfallstelle, die großräumig ausgeleuchtet wurde. In dem Fahrzeug hatten sich vier Personen befunden. Drei von ihnen hatten hinzukommende Verkehrsteilnehmern aus dem Wrack befreit, der vermeintliche Fahrer, ein 23 Jahre alter Mann aus Schwandorf, war aus dem Fahrzeug geschleudert worden. Für ihn gab es keine Rettung mehr. Er verstarb kurze Zeit später an der Unfallstelle. Die Feuerwehren hatten noch das Getreidefeld, in dem der Pkw lag, mit Wärmebildkameras abgesucht.

Mehrfach überschlagen

Die Rekonstruktion des Unfallherganges wurde mit großer Sorgfalt betrieben. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Blutentnahme beim Verstorbenen sowie die Hinzuziehung eines Kfz-Sachverständigen an. Der Fachmann aus Regensburg und die Polizei benötigten geraume Zeit, um die Spurenlage zu sichern. Dabei kam bei Tagesanbruch auch die Drehleiter der Nittenauer Feuerwehr für Übersichtsfotos von oben zum Einsatz.

Schließlich erhärteten sich die Mutmaßungen zum Unfallhergang. Demnach kam der BMW, den vermutlich der 23-Jährige in Richtung Nittenau steuerte, in einer Rechtskurve kurz vor Bleich ins Schleudern. Das anschließende Gegenlenken half nichts mehr. Das Fahrzeug geriet in den rechten Straßengraben, stellte sich quer. Es folgten mehrere Überschläge und dann blieb der BMW auf dem Dach liegen. Ob der Fahrer kurz vor dem letzten Aufprall aus dem Pkw geschleudert wurde, muss noch ermittelt werden. Die drei weiteren Insassen - ein Schwandorfer sowie die Frau und ihr Mann aus Nittenau - trugen schwere Verletzungen davon. Sie kamen mit dem BRK in umliegende Kliniken. Die Tragik liegt auch darin begründet, dass vor geraumer Zeit an der gleichen Stelle ein Verkehrsteilnehmer tödlich verunglückte.
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